Büro-TypologieBlender, Arbeitstier oder schwarzes Schaf?

Diesen Typen begegnen Sie in jedem Büro - und so kommen Sie mit Ihnen klar. Eine kleine Kollegen-Kunde.

Von Matthias Kohlmaier und Sarah Schmidt

Das schwarze Schaf

Das zeichnet es aus: "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint" - dieser Spruch wurde für das schwarze Schaf erfunden. Es ist hochmotiviert, will nur das Beste und doch geht immer alles schief. Mails, die an den falschen Verteiler gehen, gelöschte Festplatten, vertauschte Termine: All das lässt sich meist auf einen Verantwortlichen zurückführen, das schwarze Schaf. Ist mal wieder ein Malheur passiert, steht es da mit großen Augen und blökt leise: "Sorry ..."

Das ist der erste Satz morgens: "Ups, als ich gerade in der U-Bahn den Schirm zusammengefaltet habe, ist doch tatsächlich der Coffee-to-go-Becher übergeschwappt und heißer Milchschaum in die Handtasche gelaufen. Darum haben die Handouts jetzt leider ein paar Flecken."

Das sagt der Chef: Er kann nichts sagen, schlägt sich nur die Hand vor die Stirn und schüttelt verzweifelt den Kopf.

So kommen Sie mit ihm zurecht: Sie arbeiten mit einem schwarzen Schaf zusammen in einem Team? Dann prüfen Sie alle Unterlagen und wichtigen Mails noch einmal ganz genau, bevor diese die vier Wände des Büros verlassen. Ansonsten sollten Sie ihm aber dankbar sein: Angesichts von so viel Verplantheit wirken die anderen Kollegen enorm kompetent und bestens organisiert.

Bild: Illustration: Jessy Asmus/SZ.de 11. Mai 2016, 10:402016-05-11 10:40:04 © SZ.de/rus