Alexander Göbel, 25-jähriger Journalistikstudent aus Eichstätt:

"Ich bin ein Zauberer und versuche, das Unvorstellbare möglich zu machen. Ich sage laut 'Abrakadabra' und schon schweben Spielkarten durch die Luft, Flaschen verschwinden oder es springen Kaninchen aus meinem Zylinder.

Ich trete bei Unternehmensfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten oder Kinderveranstaltungen auf. Ziel ist es, die Zuschauer auf magische Art zu verblüffen und gleichzeitig zum Lachen zu bringen. Was kaum einer ahnt: Hinter der Zauberei steckt ein hartes, erlernbares Handwerk. Ich übe meine Fingerfertigkeit täglich. Und bevor ein Zaubertrick funktioniert, muss ich meine Handgriffe oft monatelang immer und immer wieder vor dem Spiegel perfektionieren. Mein Vater und meine Mutter müssen dann als Testzuschauer herhalten. Sie kontrollieren, ob alles klappt und erst wenn sie zufrieden sind, nehme ich einen neuen Trick in mein Programm auf. Wenn ich es schaffe, die Menschen mit einem Kunststück zu verblüffen, dann hat sich meine Arbeit an einem Trick gelohnt.

Die Tricks und deren Anleitungen werden von den Magiern meist selbst entwickelt und gebaut, zum Teil aber auch kommerziell über das Internet oder in Zauberläden verkauft. Einen einfachen Kartentrick bekommt man schon für etwa 15 Euro. Nach oben gibt es keine Grenzen.

Aber wenn man nicht gerade David Copperfield heißt, wird man mit der Zauberei nicht reich. Und leider ist es mir bisher noch nicht gelungen, die Lottozahlen vorherzusagen oder mir einen Haufen Geld aufs Konto zu zaubern. Aber ich übe fleißig weiter und bis mir das gelingt, wird die Zauberei auf jeden Fall mein Hobby bleiben."

Foto: Simone A. Mayer

25. April 2008, 19:382008-04-25 19:38:00 ©