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Bewerbung:Bitte per Mail

Nur noch drei Prozent der Personaler wünschen sich von Bewerbern eine Mappe mit Unterlagen. Fast alle wollen digital kontaktiert werden - per Mail oder Online-Portal.

Zeugnisse und Lebenslauf ausdrucken, in eine schicke Mappe heften, das Anschreiben obendrauf legen, in einen Umschlag stecken und zur Post bringen - so sah eine Bewerbung früher aus. Noch vor fünf Jahren wünschte sich mehr als ein Viertel der Personalverantwortlichen solche Zusendungen. Heute wollen gerade einmal drei Prozent, dass sich Mappen von hoffnungsvollen Bewerbern auf ihrem Schreibtisch stapeln. Das ergab eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter 304 Personalchefs bereits vor einigen Monaten. Neun von zehn Personalern bevorzugen demnach digitale Bewerbungsmaterialen: Interessenten sollen entweder eine E-Mail schreiben oder ihre Daten auf dem Online-Portal des Unternehmens hinterlassen. Das spart sowohl den Personalabteilungen als auch den Bewerbern Zeit und Geld. Noch schneller geht es, wenn Jobsuchende einfach ein Handyvideo senden. Das bieten immer mehr Unternehmen an. Doch für alle neuen Wege zum Job gilt: Gerade weil Online-Bewerbungen so einfach und komfortabel sind, besteht die Gefahr, dass man sie voreilig losschickt. Dabei müssen digitale Bewerbungen genauso gründlich zusammengestellt und geprüft werden wie klassischen Unterlagen in der Mappe.

© SZ vom 14.03.2020 / SZ

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