bedeckt München 24°

Berufswahl:Warum Praktika so wichtig sind

Interessen und Fähigkeiten schön und gut - aber für die Entscheidung, womit Berufseinsteiger einen großen Teil ihres Lebens verbringen werden, ist natürlich auch wichtig, wie viel sie verdienen und wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind. Außerdem muss geklärt werden, ob sie die jeweiligen Voraussetzungen für den Beruf, also etwa ein bestimmtes Alter, Schulabschlüsse oder Vorerfahrungen mitbringen.

Wie realistisch sind meine Vorstellungen?

Schüler sollten auf jeden Fall überprüfen, ob die Vorstellungen, die sie von sich und ihrem Traumjob haben, mit dem Berufsalltag und den tatsächlichen Ausbildungsinhalten zusammenpassen. Das Interesse für Mode und Frisuren reicht nicht aus, um ein guter Friseur zu werden. Handwerkliches Können und Geschick im Umgang mit Menschen sind mindestens ebenso wichtig. Auch ganz praktische Dinge sollten Interessierte bedenken - wie zum Beispiel, dass bereits bestehende Rückenprobleme Gift sind in einem Beruf, in dem man fast den ganzen Tag steht. In den Ausbildungsordnungen, die sich beim Bundesinstitut für Berufsbildung einsehen lassen, oder bei der Berufsberatung kann man sich genau darüber informieren, was auf einen zukommt.

Wie bekomme ich Einblick in die Praxis?

In Haupt-, Mittel- und Realschulen gehört Berufsorientierung ein bis drei Jahre vor dem Abschluss zum Stundenplan. Es gibt Praxistage, Bewerbungstraining und Schülerpraktika in den Betrieben, außerdem geben die Lehrer Hilfestellung oder Berater der Arbeitsagenturen kommen in die Schulen.

Praktika sind unerlässlich während der Entscheidungsfindung. Ein bis zwei sind ohnehin meist verpflichtend, noch besser sind drei bis vier - nach Möglichkeit nicht nur in den Wunschberufen, um mögliche Alternativen auszutesten. Mindestens ein Praktikum sollte man daher in einer Sparte suchen, die man gar nicht kennt, und eines in einem Berufsfeld, das einem auf den ersten Blick gar nicht zusagt, aber vielleicht auf den zweiten doch vieles bietet.

Darüber hinaus gibt es Azubi-Messen, bei denen sich zahlreiche Firmen und Einrichtungen vorstellen, wo aber auch private Bildungsträger wie Fachschulen oder auch die Bundeswehr für sich werben. Auch Kontakt zu Arbeitgebern können Besucher hier knüpfen. Eine Übersicht über Termine von Ausbildungsmessen findet sich auf den Ausbildungsseiten der Bundesagentur für Arbeit oder in der Datenbank der Arbeitsagentur.

Wie hilft mir das Internet bei der Ausbildungsplatzsuche?

Neben den Ausbildungsprofilen, die online einsehbar sind, gibt es auch Eignungs- und Selbsterkundungstests im Internet, beispielsweise auf der Infoseite www.azubiyo.de oder im Berufe-Universum der Arbeitsagentur.

Weitere Informationsangebote für Schulabgänger: