Berufe mit Zukunft – Zahn- oder Allgemeinarzt

In Deutschland herrscht bereits jetzt ein Ärztemangel, der sich besonders in ländlichen Gebieten in den kommenden zehn Jahren noch zuspitzen wird. Wie die Bundesärztekammer prognostiziert, wird es in den kommenden zehn Jahren im Gesundheitswesen 22 Prozent weniger Fachkräfte geben, als benötigt werden. Viele Mediziner wandern an private Kliniken oder ins Ausland ab, Arbeitszeitverkürzungen an den Kliniken verstärken den Fachkräftemangel zusätzlich. Auch an Nachwuchs fehlt es: 2014 werden voraussichtlich nur noch etwa 8500 Medizinstudenten die Universität mit einem Abschluss verlassen. Hält der Trend an, wäre laut Bundesärztekammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe der Schaden am Gesundheitssystem irreparabel. Aus diesem Grund wird in Erwägung gezogen, die Zulassungsbeschränkungen zum Studium zu lockern.

Angehende Mediziner haben deshalb gute Aussichten auf Vollbeschäftigung. Während beispielsweise bis ins Jahr 2014 maximal 1900 Studenten der Zahnmedizin jährlich ihr Studium abschließen, gehen im Gegenzug pro Jahr mehr als 1800 Zahnärzte in Rente. Auch Allgemeinärzte wird eine sichere Stelle erwarten: Im Jahr 2010 sind mehr als ein Fünftel aller niedergelassenen Ärzte (21,5% Prozent) über 60 Jahre alt.

Studienzeit: Zehn Semester plus sechs Monate fürs Staatsexamen (Zahnmedizin) beziehungsweise zwölf Semester plus drei Monate (Humanmedizin).

Bild: ddp 30. Juni 2010, 09:322010-06-30 09:32:13 © sueddeutsche.de/holz/joku/jja