Einkommen in Deutschland:Je höher der Bildungsabschluss, desto üppiger das Gehalt

Aber Achtung: Wer einen Jobwechsel erwägt, sollte die Lebenshaltungskosten am Arbeitsort berücksichtigen. Jüngst zeigte eine Umfrage: In Stuttgart und Karlsruhe sind die Beschäftigten zufriedener mit ihren Gehältern als in Frankfurt am Main oder München.

Auch die Größe der Unternehmen spielt eine Rolle. Vereinfacht lässt sich sagen: Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto höher die Gehälter. Die Umfrageteilnehmer aus Konzernen mit mehr als 1000 Mitarbeitern gaben Gehälter an, die fast ein Drittel über den Einkünften der Befragten aus Betrieben mit weniger als 500 Mitarbeitern liegen. Entsprechend auch die Verteilung der Topgehälter von mehr als 100 000 Euro: In Großunternehmen mit mehr als 10 000 Mitarbeitern verdient jeder sechste der Befragten über dieser Grenze. Bei Firmen mit mehr als 1000 Beschäftigen ist es jeder zehnte, bei Unternehmen unter zehn Beschäftigten dagegen nur jede dreiunddreißigste.

Qualifiziert eine Ausbildung für die Arbeit in verschiedenen Branchen, kann ein Wechsel in einen anderen Wirtschaftsbereich lohnen. Die höchsten Gehälter werden in der Pharmaindustrie, bei Banken und Autoherstellern sowie deren Zulieferern gezahlt. Darauf folgen die Chemieindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Unter den Topverdienern mit mehr als 100 000 Euro sind 15 Prozent der Befragten aus der Pharmaindustrie. Auf den nächsten Plätzen folgen Chemiebranche, Banken und Autoindustrie mit einem Anteil von jeweils mehr als zehn Prozent.

Für Softwareentwickler, Ingenieure und Vertriebsspezialisten sind das gute Anhaltspunkte: Ihre branchenunabhängigen Fähigkeiten werden in diesen Sektoren tendenziell besser entlohnt als in den schwach abschneidenden Branchen wie Gastronomie, Touristik und Marketing.

Wie bereits viele andere Erhebungen zuvor, bestätigt auch die Stepstone-Statistik, dass ein Studium lohnt. Fachkräfte mit Universitätsabschluss verdienen mit durchschnittlich 65000 Euro deutlich besser als Angestellte ohne akademische Ausbildung (50 000 Euro). Eine Promotion bringt im Schnitt gut 17 000 Euro mehr pro Jahr als ein Master- oder Diplomabschluss. In der Liga der Topgehälter von mehr als 100 000 Euro finden sich knapp 20 Prozent der Akademiker mit Diplom, aber nur sechs Prozent der Meister und drei Prozent der Beschäftigten mit Lehre.

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