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Arbeitszeit:Jeder Zweite hat feste Dienstzeiten

Etwa die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland hat im vergangenen Jahr einer EU-Statistik zufolge Einfluss darauf gehabt, wann und wie lange sie arbeitet. Wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte, konnten 28 Prozent der Befragten 2019 wenigstens teilweise ihre Arbeitszeiten bestimmen, weitere 21 Prozent völlig frei. Bei der Hälfte der Befragten legten dagegen Arbeitgeber, Organisationen oder Kunden die Arbeitszeit fest. Damit sind die Arbeitsverhältnisse in Deutschland etwas flexibler als im EU-Durchschnitt: Hier bestimmten bei 61 Prozent der Erwerbstätigen die Arbeitgeber, wann der Dienst anfing und aufhörte. Die übrigen 39 Prozent konnten ganz oder teilweise über ihre Arbeitszeit bestimmen. Am wenigsten Einfluss hatten Erwerbstätige in Bulgarien. Dort entschied in acht von zehn Fällen der Arbeitgeber über die Dienstzeiten. Auch in Litauen, Ungarn, Zypern und Kroatien war der Einfluss gering. Am meisten konnten Beschäftigte dagegen in Finnland mitreden, wo Arbeitgeber bei nur 30 Prozent der Jobs Start und Feierabend festlegten. Auch in Schweden, Dänemark und Luxemburg konnten Beschäftigte eher mitbestimmen.

© SZ vom 02.10.2020 / dpa
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