Arbeitsmarkt Darwin dankt ab

Der Arbeitsmarkt für Biologen hat sich geändert. Wer heute einen Job kriegen will, muss sich rechtzeitig spezialisieren.

Das klassische Biologen-Bild hat sich gewandelt. Wer aus reinem Interesse an Pflanzen und Tieren das Fach wählt, hat es nach der Uni schwer. Ausgestorben sind die klassischen Biologen zwar noch nicht, aber inzwischen eine sehr seltene Art.

Die aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der Stellenangebote lag in der ersten Jahreshälfte 2003 um 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der arbeitslosen Biologen stieg im selben Zeitraum um satte 10,8 Prozent an. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei mehr als 15 Prozent. Einziger Trost: Momentan geht es allen Akademikern schlecht: Bei der Zahl der Stellenangebote gibt es ein Minus von 20,8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen mit Hochschulabschluss hat um 20,2 Prozent zugenommen.

Dennoch müssen die Bio-Studenten nicht in Panik ausbrechen. Wer heute Biologie büffelt und im Anschluss auch auf dem Feld arbeiten will, kann seine Job-Chancen erhöhen indem er sich spezialisiert.

Die Bundesanstalt für Arbeit empfiehlt, auf Molekularbiologie, Biochemie oder Biotechnologie zu setzen. Für solche Experten gebe es Arbeitsmöglichkeiten bei Biotech-, Pharma- oder Medizin-Firmen.

(sueddeutsche.de)