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Arbeitnehmerrechte:Krankheitsbedingte Kündigung

Fallen Arbeitnehmer wegen Krankheit immer wieder aus, darf der Arbeitgeber ihnen im Extremfall kündigen. Die Hürden hierfür sind jedoch sehr hoch: So müssen Angestellte mehrere Jahre regelmäßig mehr als sechs Wochen krankgeschrieben sein, erklärt Hensche. In diesem Fall kann es für den Arbeitgeber unzumutbar sein, den Angestellten weiter zu beschäftigen.

Das Gleiche gelte, wenn bei einem Arbeitnehmer wegen einer Langzeiterkrankung in den kommenden Jahren kein Wiedereinstieg in den Job zu erwarten sei.

Streitigkeiten wegen krankheitsbedingter Kündigungen kämen in der Praxis häufig vor, erläutert Wroblewski. Wer eine krankheitsbedingte Kündigung erhält, sollte auf jeden Fall schnell handeln: "Eine Kündigungsschutzklage muss drei Wochen nach Erhalt der Kündigung eingereicht werden, sonst gilt diese nach dem Gesetz als unwirksam", erklärt Hensche.

Anders als bei verhaltens- oder betriebsbedingten Kündigungen würden die Gerichte bei Kündigungen wegen Krankheit sehr arbeitnehmerfreundlich urteilen. Der Anwalt rät daher, sich auf jeden Fall juristisch gegen eine Entlassung zu wehren: "Die Chancen stehen gut, die Kündigung anzufechten oder eine angemessene Abfindung herauszuholen." In aller Regel endeten krankheitsbedingte Kündigungen mit einem Vergleich.

Job

Chef-Typologie: Nach-oben-Gefallene, Choleriker, Intrigante

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