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Arbeit - Kassel:Hochschul-Mitarbeiter protestieren gegen Befristungen

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Beschäftigte protestieren vor der Zentralmensa mit traurigen Smileys. Foto: Uwe Zucchi/dpa (Foto: dpa)

Kassel/Frankfurt/Marburg (dpa/lhe) - Mit Aktionen in mehreren hessischen Städten haben Uni-Beschäftigte gegen den großen Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse an Hochschulen protestiert. "Wir fordern vom Land Hessen und den Hochschulen eine verbindliche Festlegung für die Einrichtung von mehr unbefristeten Stellen in Lehre und Verwaltung", sagte Tobias Cepok, Referent der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mittwoch in Frankfurt.

In Kassel versammelten sich Demonstranten unter dem Motto "Frist ist Frust" mit Masken, die traurige Smilys zeigten, vor der Mensa. Auch in Frankfurt und Marburg gab es laut GEW Aktionen. Bereits am Dienstag habe es eine Veranstaltung dazu in Gießen gegeben, am Donnerstag sei Darmstadt dran.

Der Anteil befristeter Beschäftigter beim wissenschaftlichen Personal an Hessens Hochschulen liegt laut Gewerkschaft bei 84 Prozent ohne Professuren und Verwaltung. Prekäre Arbeitsverhältnisse gebe es in vielen Bereichen an den Unis: Die Betroffenen unterrichteten, berieten Studenten, leiteten Forschungsabteilungen oder nähmen Prüfung ab.

Hochschulen haben nach eigenen Angaben bereits Schritte für mehr unbefristete Beschäftigung eingeleitet. Sie betonen auch, dass "wissenschaftliche Qualifikation, die im Rahmen von befristeten Beschäftigungsverhältnissen erworben wird, zum Wesenscharakter des Beschäftigungssystems Hochschule gehört".

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