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Akademiker:Karriere mit Diplom

Ein Uni-Abschluss ist bei der Jobsuche ein entscheidender Pluspunkt. Hochqualifizierten fällt es derzeit besonders leicht, eine neue Stelle zu finden.

Das Abschlusszeugnis einer Hochschule ist für Stellensuchende in der Regel ein Ass im Ärmel. Denn während eher einfache Jobs in der Industrie weniger werden, seien gerade hochqualifizierte Arbeitskräfte bei den Unternehmen überdurchschnittlich gefragt. Das teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit.

Absolventen, dpa

Hochschulabsolventen: Besonders viele Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler.

(Foto: Foto: dpa)

So ist die Arbeitslosenquote von Akademikern auch vergleichsweise gering: Sie liegt den Angaben zufolge bei 3,5 Prozent.

Gleichzeitig wächst der Anteil der Akademiker: 1995 hatten nach den Daten des Mikrozensus erst 13,3 Prozent aller Angestellten und Selbstständigen Diplom oder Doktortitel, zehn Jahre später waren es bereits 16,5 Prozent. Die deutlichsten Zuwächse gab es den Angaben zufolge bei Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern. Diese Gruppe ist unter den Akademikern auch zahlenmäßig insgesamt die stärkste: Fast 1,8 Millionen von ihnen arbeiten in Deutschland und damit ein Drittel aller erwerbstätigen Hochschulabsolventen.

Frauenanteil steigt

Gut die Hälfte (53,2 Prozent) der Akademiker arbeitet im Bereich Erziehung und Bildung, beispielsweise als Dozent oder Lehrer. Gut jeder sechste Erwerbstätige (29,4 Prozent) mit Hochschulabschluss ist im Bereich Unternehmensdienstleistungen tätig. Dazu zählen Immobilienmakler genauso wie Softwareentwickler. Deutlich zugelegt haben auch die Frauen: Ihr Anteil lag 1995 bei 34 Prozent aller berufstätigen Akademiker. Zehn Jahre später waren es schon 5 Prozent mehr.

Interessanterweise gibt es auch eine Verschiebung bei ihren bevorzugten Studienfächern: Mitte der neunziger Jahre war die größte Gruppe der Hochschulabsolventinnen noch die mit einem Abschluss in Pädagogik. Das hat sich geändert: Mit rund 30 Prozent sind die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerinnen nun am stärksten vertreten.