TierweltBesser als Abschießen: Antibabypille für wilde Kängurus

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Australiens Kängurus haben kein demografisches Problem: Rund um die Hauptstadt Canberra gibt es sogar viel zu viele. Jetzt greifen die Behörden mit ungewöhnlichen Maßnahmen durch.

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Wegen der immer nur sehr kurzen Zeit, in der eine Befruchtung bei Kägurus möglich ist, klappt nicht jeder Versuch. Offensichtlich klappt es aber doch zu häufig: Um die Zahl der Beuteltiere nicht noch weiter ansteigen zu lassen, müssen die Tiere im Raum Canberra künftig Antibabypillen schlucken.

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Ein wildes Känguru in Australien. Foto: dpa Es gibt in Australien, immerhin dem sechstgrößten Staat der Erde, drei Mal so viele Kängurus wie Menschen. Die 57 Millionen Tiere leben eigentlich in freier Wildbahn, kapern aber jetzt zunehmend die Vororte der australischen Hauptstadt. "Sie suchen Nahrung und Wasser", sagte ein Behördensprecher. "Seit vielen Jahren wird Canberra von großer Trockenheit heimgesucht." Weil die Beuteltiere aber anderen Tieren der Lebensgrundlage berauben und den Autoverkehr stark behindern, wurden schon mehrfach Kängurus abgeschossen. Jetzt setzen die Behören von Down Under auf ein neues Pferd: Die Beuteltier-Schwangerschaften soll mit Antibabypillen begrenzt werden. "Das ist besser als die Kängurus abzuschießen", kommentiert Simone Gray von der Organisation Animal Liberation. "Es wäre nicht angebracht, gerade in unserer Hauptstadt unser Nationalsymbol zu töten."

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