SportUS-Fußballverband will Frauen mehr gezahlt haben als Männern

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Erfolgreich sind die US-Fußball-Frauen. Weniger Prämien als die Männer bekommen sie trotzdem.
Erfolgreich sind die US-Fußball-Frauen. Weniger Prämien als die Männer bekommen sie trotzdem. Foto: Getty Images/Richard Heathcote

Doch das Frauen-Team wehrt sich gegen diese Darstellung.

Equal Pay war eine der dominantesten Forderungen während der Fußballweltmeisterschaft der Frauen in diesem Sommer. Nach dem Finale forderten die Fans in lauten Sprechchören eine gerechte Bezahlung von Frauen und Männern.

Jetzt hat US-Fußballpräsident Carlos Cordeiro in einem Brief mitgeteilt, dass der Fußballverband der USA dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld bezahlt habe als den männlichen Kollegen. Die Frauen-Nationalmannschaft habe demnach zwischen 2010 und 2018 insgesamt 34,1 Millionen Dollar (knapp 30 Millionen Euro) an Gehalt und Boni erhalten. Den Männern seien in diesem Zeitraum lediglich 26,4 Millionen Dollar (knapp 24 Millionen Euro) bezahlt worden.

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:Fans fordern nach WM-Finale der Frauen „Equal Pay“

Die Rufe starteten, als Fifa-Präsident Infantino den Rasen betrat.

US-Teamsprecherin Molly Levinson nannte den Brief „einen traurigen Versuch des US-Fußballverbands, die überwältigende Flut der Unterstützung zu unterdrücken, die die Frauen-Nationalmannschaft erhalten hat“. Die Zahlen seien „völlig falsch“ und künstlich aufgebläht worden. Der Verband habe in der Vergangenheit oft genug gezeigt und gesagt, dass er die Fußball-Frauen nicht gleich bezahle und diese eine gleiche Bezahlung auch nicht verdienten.

Erst im März hatten 28 Nationalspielerinnen eine Bundesklage auf „institutionalisierte geschlechtsspezifische Diskriminierung” eingereicht und eine ungerechte Vergütung im Vergleich zu den Männern moniert. Unter anderem hätten die Frauen jeweils nur 15 000 Dollar Prämie für das Erreichen der WM-Endrunde 2015 bekommen, die Männer dagegen im Jahr 2014 55 000 Dollar. Beide Seiten haben sich daraufhin außergerichtlich auf eine Beilegung der Klage geeinigt.

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Zwar sind die US-Fußballerinnen sportlich erfolgreicher als die US-Fußballer. Dennoch sind die Männer laut dem US-Fußballverband beim Umsatz erfolgreicher. Während die Frauen zwischen 2009 und 2019 insgesamt bei 238 ausgetragenen Spielen 101,3 Millionen Dollar generiert haben, kamen bei den Männern im selben Zeitraum 185,7 Millionen Dollar in 191 Spielen zusammen.

soas (mit Material von dpa)

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