SportSerena Williams spielt im Tutu und wird dafür gefeiert

Lesezeit: 2 Min.

Viele Menschen feiern Serena Williams für ihr Outfit mit Tutu – weil sie damit auch ein Zeichen setzte.
Viele Menschen feiern Serena Williams für ihr Outfit mit Tutu – weil sie damit auch ein Zeichen setzte.
Foto: Eduardo Munoz Alvarez / AFP

Ihr Outfit bei den US-Open gilt als Statement gegen einen geplanten Tennis-Dresscode.

Gleich in ihrem ersten Match bei den US Open macht Serena Williams eines klar: Sie lässt sich von niemandem vorschreiben, was sie beim Spielen anziehen darf und was nicht. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin trug bei dem Match am Dienstagabend ein schwarzes Tutu – und wird dafür gerade im Netz gefeiert.

Die Vorgeschichte des Ganzen:

Vor ein paar Wochen bestritt Serena Williams bei den French Open in Paris ihr Grand-Slam-Comeback nach der Geburt ihrer Tochter. Doch statt des üblichen Tennisoutfits – Shirt, kurzer Rock, weiße Socken – trug sie einen schwarzen Catsuit und sorgte damit für großes Aufsehen. Für die Traditionalisten im Tennisverband passte das Outfit so gar nicht zum altehrwürdigen Tennisturnier, das seit 1891 ausgetragen wird. Die Folge: Ganzkörperanzüge sollen in Zukunft verboten werden. Der Präsident des Französischen Tennisverbands FFT, Bernard Giudicelli, kündigte einen Dresscode für die nächsten Turniere in der französischen Hauptstadt an, in dem Catsuits offenbar nicht vorgesehen sind.

Das Tutu-Outfit bei dem Spiel gestern deuten viele nun als Trotzreaktion und klares Zeichen gegen das Verbot aus Paris. Williams gewann das Match in New York klar gegen die Polin Magda Linette – das Sportliche rückte aber angesichts der Debatte um ihr Outfit in den Hintergrund. Auf Twitter etwa wurde ihr Erfolg immer auch in Zusammenhang mit dem Tutu und dem Catsuit-Tabu erwähnt.

Plattform X

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Plattform X

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Plattform X

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Dabei war der Anzug beim Turnier in Paris offenbar nicht als Provokation gedacht, sondern hatte sportmedizinische Gründe. Seit sie Mutter ist, hat die 36-Jährige immer wieder Probleme mit der Durchblutung. Der Anzug sollte helfen, die Blutzirkulation anzuregen. Gleichzeitig wollte der Tennisstar mit dem ungewöhnlichen Outfit alle Frauen ermutigen, die nach einer Schwangerschaft gesundheitliche Schwierigkeiten hatten. Auf Twitter schrieb sie während der French Open: „Für alle Mütter, die eine zähe Genesung nach ihrer Schwangerschaft hatten – Auf geht’s. Wenn ich es kann, schafft ihr es auch. Ich liebe euch!“

Plattform X

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Solche Botschaften werden in Paris in Zukunft wohl nicht mehr möglich sein, sollte Präsident Giudicelli sich mit seiner konservativen Forderung nach einem Dresscode durchsetzen. Inzwischen hat die unerschütterliche Serena Williams aber auch andere Methoden gefunden, ihre Durchblutung während des Wettkampfs zu fördern. Am Dienstagabend trug die US-Amerikanerin eine spezielle Strumpfhose. In der zweiten Runde trifft Williams nun auf die Deutsche Carina Witthöft. Mit welchem Outfit sie dann auftreten wird, ist noch nicht bekannt.

csö

Mehr Sport:

SZ JetztMusik
:Dieser Twitteraccount kombiniert Fußballwappen mit Bandnamen

Deutsche Nationalmannschaft feat. „Einstürzende Neubauten“.

Von Dirk von Gehlen

SZ JetztSport
:„Die Männer kamen nur, um den Trikottausch zu sehen“

Lernen von den Alten: Ex-Bundestrainerin Silvia Neid über Teamwork und weibliche Trainer im Männerfußball.

Interview von Tami Holderried
Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

SZ JetztSport
:Depressiver Fußball-Fan bekommt Post vom Präsidenten seines Vereins

Der bietet Hilfe an. Einfach so.

Mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: