Zwölf Prozent der Männer denken, dass sie einen Punkt gegen Serena Williams erzielen könnten – sofern sie ihre beste Tennis-Form hätten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. 1732 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen – die Ergebnisse sollen für die Einwohner von Großbritannien repräsentativ sein.
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Klar, am Samstag erst verlor Serena Williams in Wimbledon das Finale gegen die Rumänin Simona Halep. Trotzdem, die 37-jährige Williams ist eine Tennislegende: 23-fache Grand-Slam-Gewinnerin, vierfache Olympia-Goldmedaillen-Trägerin und sechsmalige Spielerin des Jahres machen sie zur unumstritten erfolgreichsten Tennisspielerin der Welt.
Aber nicht nur Männer dachten, sie hätten eine Chance. Auch immerhin drei Prozent der Frauen haben angegeben, einen Punkt gegen Williams holen zu können. Insofern ist die fehlende Demut kein rein männliches Phänomen. Allerding sind die sozialen Medien nicht gnädig, und das sportliche Selbstbewusstsein des Mannes ist ein leichtes Ziel für Spott – auch von Prominenten:
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Aber nicht nur Hohn wurde gestreut. Es kam auch zu argumentativen Schlagabtäuschen: Wäre es leichter, Williams zu besiegen, als etwa einen professionellen Basketball-Spieler? Würden die Menschen auch denken, sie könnten an Megan Rapinoe vorbeidribbeln?
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Ganz im Geiste der wissenschaftlichen Erkenntnisfindung wurde auch die Methodik der Umfrage selbst kritisiert – man kann schließlich keine Ergebnisse interpretieren, wenn schon die Fragestellung fehlerhaft beziehungsweise inkohärent ist. Die Twitter-Community ist sich hier etwa nicht einig, was eigentlich „playing your very best tennis“ – also die beste Tennisform haben – genau heißen soll.
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Viele User erklärten übrigens, dass sie ebenfalls glauben würden, einen Punkt gegen Williams erzielen zu können. Allein, weil sie ja irgendwann einen Fehler machen müsse. Sie interpretieren die Frage also nicht so, dass es darum geht, ein Spiel zu gewinnen, sondern darum, theoretisch nur einen Punkt zu holen. Das könnte ja auch durch einen Fehler von Williams geschehen. Gleichzeitig betonten einige User, dass ein solcher Fehler bei einer Pro-Spielerin, die nicht unter Druck spielt, äußerst unwahrscheinlich sei.
Wie dem auch sein, natürlich stimmten auch jede Menge Twitter-Nutzer einen Chor des Lobes und Jubel für das Tennis-Ass Williams an. Und den hat sie sich auf jeden Fall verdient. Die Frage, ob sie in einem Genderkampf unterliegen würde, ist eigentlich auch überflüssig. In der Disziplin Frauen-Tennis ist sie eine Ikone.
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mpu
