RedaktionsblogUnsere Stadt soll schöner werden

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Foto: susanne-klingner Städte sind grau, aus Beton und Stahl zusammengezimmert und von den Menschen, die darin wohnen, zusammengehalten.

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Foto: susanne-klingner Städte sind grau, aus Beton und Stahl zusammengezimmert und von den Menschen, die darin wohnen, zusammengehalten. Diese Menschen fahren dann am Wochenende ins Grüne, seufzen, wie schön es dort sei und fahren am Sonntagabend zurück in ihre Betonhölle. New York und Tokio waren die ersten Städte, in denen in den 70er Jahren ein paar Guerilla Gärtner zwischen den Häusern für Grün sorgten. Sie bauten Gemüsepflanzen auf Dächern an und verstreuten Wildblumensamen auf Verkehrsinseln – das Guerilla Gardening war geboren. Guerilla Gardening ist lebendiges Graffiti. Die Macher wollen vorbestimmte Grenzen verwischen, sich öffentlichen Raum zurückerobern. Nun sind deutsche Großstädte schon von sich aus etwas grüner als jene in den amerikanischen und asiatischen Metropolen. Und trotzdem wollen wir in den folgenden Wochen München noch etwas lebenswerter machen. Wir entscheiden uns für Radieschen, Spinat und Salat, denn diese Drei müssen in dieser Woche gesät werden, so will es der Gartenkalender. Der besagt, alle drei Sorten müssen im Juni gesät werden, aber nur, wenn der Juni schön warm ist. Unsere letzte Chance also – die Temperaturen haben sich endlich auf Sommer eingepegelt und es sind nur noch drei Tage Zeit. Jede Woche werden wir nach unserem Guerilla-Beet auf der Theresienwiese sehen. Dort, wo jeden September die Wiesn stattfindet, haben wir unsere Samen verstreut. Und wir wollen mit euch vergleichen: Wie gedeihen eure Guerilla Gartenpflanzen? Schickt uns Fotos und schreibt auf, was euch beim Gärtnern in der Öffentlichkeit passiert.

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