RedaktionsblogDer Superkäfer

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Die wichtigste Nachricht gleich zuerst: Die Punkte des Marienkäfers haben nichts mit seinem Alter zu tun.

petra-baeumer

Die wichtigste Nachricht gleich zuerst: Die Punkte des Marienkäfers haben nichts mit seinem Alter zu tun. Und jetzt die zweitwichtigste Meldung: Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist das offizielle Insekt des Jahres 2006. Von einer Jury aus Insektenkundlern und der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft gewählt, hat er im Rennen um den Titel glatt seinen ärgsten Konkurrenten, den Zwei-Punkt-Marienkäfer ausgestochen. Wer also zu Silvester kleine Marienkäfer auf die „Frohes-neues-Jahr-Karten“ klebt, sollte diese Information nicht vergessen.

Da das gute Tier Schädlinge frisst, bekam er schon von den mittelalterlichen Bauern seinen Namen. Denn für sie galt er als ein Geschenk der heiligen Maria. Sein Einsatz in der natürlichen Schädlingsbekämpfung ist nun auch einer der Gründe, warum der Marienkäfer, nach der Steinhummel und Hainschwebfliege zum Insekt des Jahres gewählt wurde. Man könnte allerdings spekulieren, dass der als Glücksbringer bekannte schwarz-rote Käfer symbolisch die große Koalition vorantreiben solle. Handelt es sich um einen verdeckten PR-Coup der Regierung? Eher nicht, die Schirmherrschaft für das Insekt hat nämlich der Umwelt Minister Mecklenburg-Vorpommerns Prof. Dr. Wolfgang Methling übernommen - und der gehört zur Linkspartei. Traurig ist allerdings, dass sich der Marienkäfer selbst nur höchsten 12 Monate an dem Titel erfreuen kann. Denn nur genauso alt wird er bestenfalls. Also: Frohes neues Jahr, kleiner Marienkäfer. (Bild: epd)

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