Redaktionsblog24.2.2004

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

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Bild:greytuesday.org Heute ist der „graue Dienstag“. Was der „schwarze Freitag“ ist, weiß man vielleicht aus der Geschichte der Börse; mit dem heutigen grauen Dienstag hat das aber nicht zu tun. Außer, dass beides in New York seinen Lauf nahm. DJ Dangermouse, ein New Yorker DJ, hatte sich das „Black Album“ von Jay-Z gerade als A-Capella-Platte gekauft, als er später am Tag das „White Album“ der Beatles hörte – und tat das Naheliegende: Er nahm Jay-Zs Worte und die Melodien der Beatles, mischte beides und heraus kam das „Grey Album“. „Helter Skelter“ klingt jetzt zusammen mit „99 Problems“ von Jay-Z sehr nach den frühen Run DMC, in „What more can I say“ rappt der Jigga über George Harrisons „While my guitar gently weeps“, in „Encore“ fragt Jay-Z „Do you want more?“ und John Lennon antwortet aus dem Jenseits, „Glass Onion“ sei Dank: „Oh Yeah“. Manchmal klingt das richtig toll, manchmal ein bisschen seltsam, dann ist es aber immer noch ziemlich witzig. Die EMI, eine der größten Plattenfirmen der Welt, kann darüber nicht lachen. Die Rechte für die Samples wurden nie „geklärt“. DJ Dangermouse hat einfach mal gemixt und nicht lange gefragt, ob er darf. Jetzt will EMI das Werk verbieten lassen. Dagegen wehren sich heute DJ Dangermouse, die Anhänger des „Grey Albums“ und Aktivisten, die gegen die Zensur der Musikindustrie mobil machen wollen, mit dem „grauen Dienstag“. Aus Protest gegen die künstlerische Zensur werden dutzende Homepages grau erscheinen und auf mehr als 50 Homepages werden die Songs des Albums zum Download bereitgestellt werden. Alle weiteren Infos zum „grauen Dienstag“ findest du auf www.greytuesday.org.

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