PolitikSo wählten junge Niederländer

dpa

Hätten nur die 18- bis 24-Jährigen an die Urnen gedurft, wäre eine andere Partei an der Regierung.

Die jüngsten Wähler haben bei der Parlamentswahl in den Niederlanden die Erwartungen an sie nicht erfüllt. 27 Prozent der Wähler aus der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen würden die rechtspopulistische PVV von Geert Wilders wählen, hatte eine Studie des Innenministeriums vorhergesagt. Und dass 57 Prozent dieser jungen Menschen der Meinung sei, die Niederlande bewege sich in die falsche Richtung. Die Jugend sei nach rechts gerückt, hieß es.

Ist sie aber nicht. Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge haben die 18- bis 24-jährigen Niederländer zwar anders gewählt als die Niederlande insgesamt. Sie haben aber auch der PVV weniger Stimmen zukommen lassen als die älteren Niederländer.

Ginge es nur nach den jüngsten Wählern, wäre die sozialliberale Partei D66 mit 27 Sitzen als Sieger aus der Parlamentswahl hervorgegangen. Dicht gefolgt von den Grünen mit 26 Sitzen. Erst auf dem dritten Platz wäre der tatsächliche Wahlsieger VVD gelandet, der von der Jugend nur 24 Sitze bekam (33 waren es von der gesamten Wahlbevölkerung). Und die Rechtspopulisten? Bekamen mit 18 Sitzen zwar immer noch viele Stimmen, aber deutlich weniger, als vorhergesagt. Umgerechnet nämlich zwölf Prozent der insgesamt 150 Sitze. Insgesamt waren sie auf 20 Sitze gekommen.

Bei den etwas älteren Wählern zwischen 25 und 34 sind die Unterschiede nicht ganz so deutlich. Hier hat auch die VVD gewonnen, allerdings nur mit 27 Sitzen. Danach kommen Sozialliberale (23) und Grüne (20). Die rechtspopulistische PVV landet mit 15 Sitzen auf dem vierten Platz.

max

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