NetzteilTrump soll seine Wahlkampfband geprellt haben

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Die Kindergruppe verklagt den Republikaner nun.

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"When freedom rings – Answer the call!", sangen die Freedom Kids noch vor kurzem auf einer Wahlkampfveranstaltung für Donald Trump. Trump und sein Team allerdings haben offenbar nie den Hörer abgehoben, als der Manager der Kids Gagenforderungen stellte, weswegen der nun im Namen der Gruppe Klage einreichen will.

Nachdem jede zweite Band von R.E.M. bis Aerosmith Trump das Abspielen ihrer Songs verboten hatte, waren die putzig-gruseligen Amerika-Mädchen mit ihrer Trump-Hymne (deren Melodie übrigens aus einem Propagandasong aus dem Ersten Weltkrieg stammt) zunächst willkommene Lückenfüller für die musikalische Untermalung der großen "Make America Great Again"-Show.

Für ihre Wahlkampf-Performance in Florida waren laut Manager Jeff Popick 2500 Dollar Gage geplant – Trumps Wahlkampfteam speiste die Freedom Kids allerdings angeblich mit der Option auf einen Merch-Stand auf dem Veranstaltungsgelände ab. Einen solchen habe es aber nie gegeben, sagt Popick nun gegenüber der Washington Post. Außer der Gage sei ihm und seiner Band, deren jüngstes Mitglied Popicks Tochter ist, damit auch noch eine wichtige PR-Gelegenheit verwehrt worden.

Als Trump einige Zeit später seinen Auftritt in der Fox-News-Debatte absagte, um stattdessen eine Veranstaltung mit Kriegsveteranen abzuhalten, meldete sich laut Popick am Vorabend das Trump-Team bei ihm: Die Freedom Kids sollten auftreten, die Gage wäre "riesig". Popick sagte zu und packte noch am selben Abend seine Koffer, um mit der Band am nächsten Tag in Iowa sein zu können. Dort angekommen erfuhr er, dass es keinen Auftritt geben werde. Auf den Reise- und Hotelkosen blieb Popick angeblich sitzen.

Nach wochenlangen Telefonaten und unbeantworteten Mails, in denen Popick nach eigener Aussage das fehlende Geld oder wenigstens einen Auftritt beim Parteitag der Republikaner forderte, plant er nun eine offizielle Klage. "Sie schulden uns einen finanziellen Ausgleich oder, so war es ausgemacht, einen Auftritt."

Mit direkter Kritik an Trump hält er sich aber zurück und drückt sie eher, naja, diplomatisch aus: "Was er mit meiner Gruppe gemacht oder nicht gemacht hat, macht ihn nicht unbedingt zum besten oder schlechtesten Kandidaten. Er könnte immer noch der beste Kandidat für die USA sein – oder auch nicht."

Auf dem kommenden Album der Freedom Kids soll "Freedom's Call" übrigens nicht enthalten sein. "Die Mädchen wollen es auch schon gar nicht mehr singen", sagte Popick. Das Wahlkampfteam von Trump hat die Vorwürfe laut CNN bisher nicht kommentieren wollen.

qli

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Von Matthias Kolb, Washington
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