Netzteil“Spaghettimonster”-Gläubige können in Neuseeland kirchlich heiraten

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Doch das erste Brautpaar macht jetzt einen Rückzieher.

Sie nennen sich “Pastafari”, tragen gerne ein Nudelsieb auf dem Kopf, und geben vor zu glauben, dass die Welt von einem Wesen erschaffen wurde, das einer Portion Nudeln mit Fleischbällchen ähnelt: dem Spaghettimonster. Seit vergangenen Dezember können sich Anhänger der “Church of the Flying Spaghetti Monster” auch kirchlich trauen lassen, zumindest in Neuseeland.

Ein ziemlicher Erfolg für die Spaßreligion, die einen ernsten Hintergrund hat: Der Physiker Bobby Henderson hatte sie 2005 gegründet, weil im US-Bundesstaat Kansas kreationistische Ideen unterrichtet werden sollten. Die Begründung des damals 24-Jährigen: Wenn solche Ideen wissenschaftlich anerkannt werden, dann muss das auch für den Glauben gelten, dass ein Spaghettimonster der Ursprung aller Dinge ist. Inzwischen hat die Nudel-Kirche Anhänger weltweit.

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Nur ist jetzt etwas Trauriges passiert: Das erste Nudel-Glaube-Paar hat kalte Füße bekommen, man weiß nicht, ob die Braut sich aus dem Staub gemacht hat oder der Bräutigam. Jedenfalls verkündete die Kirche auf Facebook: Schade, aber aus der Zeremonie wird nichts. Doch sie nennt die Entscheidung “weise”, denn immerhin wären die beiden zuvor einige Wochen miteinander gereist und hätten gemerkt, dass es doch nicht so gut passt. Und “es ist immer besser, allein und sehnsüchtig zu sein, als verheiratet und unglücklich", erklärt der "Ministeroni". Klingt nach einem vernünftigen Glaubenssatz.

fran

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