NetzteilMünchner Roofer klettert auf Pyramide

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Und riskiert dabei eine Gefängnisstrafe - und sein Leben.

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München ist nicht für seine beeindruckende Skyline bekannt. Ein paar Büro-Türme am Stadtrand, ein paar Kirchen, der Olympiaturm – das wars dann schon mit dem Angebot für Hochhinauswoller.

Vielleicht zieht es Andrej Ciesielski deshalb immer wieder in die Ferne. Der 18-jährige Roofer klettert auf Gebäude in aller Welt und veröffentlicht ziemlich beeindruckende Fotos dieser oft illegalen Aktionen im Netz.

Sein letzter Stunt bot neben dem üblichen Nervenkitzel, den so eine ungesicherte Hochhauskletterei mit sich bringt, noch ein bisschen Extra-Spannung. Andrej ist auf eine der Pyramiden in Gizeh geklettert (auf die größte, natürlich). Das ist seit den Achtzigerjahren verboten und kann in Ägypten sogar mit Gefängnis bestraft werden. Nicht nur, weil es gefährlich ist. Sondern auch, weil die Pyramiden ein Weltkulturerbe sind, das erhalten werden muss – und nicht von jedem Touristen als Aussichtspunkt für schöne Fotos missbraucht werden darf. Andrej ist das wohl egal, und das Risiko einer Verhaftung nahm er in Kauf, weil er finde, dass die Fotos es wert seien, wie er dem Telegraph sagte.

Auf seinem Blog schreibt er, er sei einfach losgelaufen, ohne dass ihn jemand behindert hätte. Nach ungefähr der Hälfte der acht Minuten Kletterzeit über die bröckeligen, Jahrtausende alten Steine wurden Leute am Boden auf ihn aufmerksam – und wenig später auch die Polizei. „Sie riefen etwas auf Arabisch, aber mir war das egal, ich hörte Musik und kletterte weiter“, schreibt er.

Als er unten ankam, wurde er sofort festgenommen und verhört, wenig später aber wieder freigelassen.

che

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