Amtierende US-Präsidenten setzen sich eigentlich nur in Late Night Shows, wenn sie um die Wiederwahl kämpfen. Oder wenn sie eine Ehrenrunde drehen – so wie Barack Obama bei Jimmy Fallon. Die Ehrenrunde, kurz vor Ende seiner Amtszeit: Ein Slow Jam, in dem Obama den inneren Barry White herauskehrt und bei "Slow Jam The News" mitmacht. Genauer gesagt: die Erfolge seiner acht Jahre auflistet, während Fallon den Meta-Kommentar abgibt ("Die Republikaner haben ihm Zitronen gegeben, doch er hat so viel Limonade daraus gemacht, dass Beyoncé ihn 'Barack-y mit dem guten Haar' nennt").
Donald Trump? Den Wahlkampf habe er diese Woche nicht verfolgt, stattdessen habe er seine neue Lieblingsserie geguckt: "Orange is not the new Black". Und am Ende singen die Roots: "This country's on track and that is a fact. Once you go Barack, you never go back", während der Präsident wieder einmal den Micdrop vollzieht.
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Später im Gespräch verrät der US-Präsident, dass er sich nicht sicher ist, ob es eine gute Idee sei, nach dem Auszug aus dem Weißen Haus in Washington bleiben zu wollen. Das hatte er vor kurzem angekündigt. Er wolle nicht "dieser Typ sein, der die Highschool geschafft hat und niemals wegging". "Man ist wie der alte Typ in der Disco ... die Leute flüstern 'er ist immer noch da'."
Natürlich gibt es auch einige mahnende Worte, Sorge um das Land, denn sein Job sei nun einmal "keine Reality-Show" und die Republikaner eigentlich nur eine normale Mitte-rechts-Partei.
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Doch eigentlich freut sich Obama auf die Freiheit. Als er ins Amt kam, war er mit seinem Blackberry (!) technisch vorne dran, als Präsident erhielt er erst vor kurzem ein Smartphone. Aus Sicherheitsgründen "kann ich aber keine Anrufe machen, keine SMS schreiben, keine Fotos machen oder Musik hören", sagt der sichtlich entspannte Präsident.
Die Welt da draußen wartet in acht Monaten auf den Privatmann Obama. Die Amerikaner ahnen langsam, dass sie ihn als Präsidenten vermissen werden.

