NetzteilHans Sarpei wünscht AfD den Krebs-Tod

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Natürlich nur der Partei. Nicht den Menschen.

Hans Sarpei, richtig, das ist der deutsche Ex-Fußballprofi, der jetzt der deutsche Chuck Norris ist. Hans Sarpei kann seine eigenen Elfmeter halten. Hans Sarpei bringt Zwiebeln zum Weinen. Hans Sarpei schneidet das Messer mit dem Brot. Und Hans Sarpei ist jetzt Social-Media-Star.

Als solcher beobachtet er das aktuelle Tagesgeschehen genau und kommentiert fleißig auf Facebook – so zum Beispiel die deutschen Handball-EM-Sieger, die Rede des FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner oder seine Curlingversuche.

Klar, dass Sarpei auch den Tod des vorgestern verstorbenen Publizisten Roger Willemsen betrauerte. Vielen Tausend Usern gefiel das. Er schrieb:

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Die Kommentare unter Sarpeis Eintrag reichten von „Niemand hat es verdient zu sterben, auch keiner von der AfD“ über „Was bist du nur für ein Mensch?“ bis zu „Auch mein Vater starb elendig an Krebs“.

Sarpei machte sich die Mühe, vielen Usern zu antworten. Er stellte klar, dass er den Tod nicht den Menschen, sondern nur der Partei wünscht und nahm Anteil am Schicksal seiner Profil-Besucher („Wünsche Euch alle Kraft der Welt“).

Für jetzt war Hans Sarpei leider nicht zu erreichen, weshalb auch die Frage unbeantwortet bleibt, ob seine Aussage nicht vielleicht etwas zu krass formuliert war. Und ob er damit gerechnet hätte, dass ihm so viele Menschen gleich ihr Leid klagen. Denn das könnte wohl nicht einmal der deutsche Chuck Norris lindern.

fie

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