NetzteilEko Fresh disst die AfD

Lesezeit: 1 Min.

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Die Wahlerfolge der Rechtspopulisten sind für den Rapper zu viel.

Facebook

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Facebook angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Facebook angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Auf seinem rechten Oberarm steht tätowiert "Deutscher Traum". Nicht, weil er so nationalistisch wäre – aber auch. Eko Fresh, der eigentlich Ekrem Bora heißt, sagt von sich, er sei "Kanake und stolz, Deutsch zu sein." Sein Vater kam aus der Türkei nach Deutschland, Eko Fresh wurde einer der erfolgreichsten Deutsch-Rapper und ist inzwischen auch Schauspieler. Er hat es als Migrant nach oben geschafft. Seine Geschichte verarbeitete der heute 33-Jährige immer wieder. Erst nannte er sein Label "German Dream", 2014 brachte er ein Album namens "Deutscher Traum" raus. Das muss man wissen, um zu verstehen, was Eko Fresh seit vergangenem Wochenende beschäftigt.

Als er mitbekam, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mehr als 23 Prozent der Wählerstimmen bekam, fing der Rapper an, einen Disstrack zu schreiben. Am Montag nahm er ihn auf, postete ihn nachmittags auf Facebook. Innerhalb eines Tages wurde sein A-cappella-Song mehr als eine Millionen Mal geklickt, Tendenz steigend.

Die AfD ist für ihn keine "Alternative", sondern ein "Alptraum" für Deutschland. Eko rappt: "Ihr seid Anti-Demokraten, die das Grundgesetz nicht schätzen. Alles, was ihr könnt ist bei der Unterschicht hetzen." Und: "Was zeigen eure 23 Prozent, irgendwelche Opas scheißen sich ins Hemd. Ich wette, darunter war kein einziger Student. Ihr allein seid Schuld, dass Asylantenheime brennen."

Es ist nicht das erste Mal, dass Eko Fresh auf Fremdenhass reagiert. Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht veröffentlichte er einen Disstrack an die Verursacher. "Flüchtlingsfamilien, die sich um ihr Obdach sorgen, werden jetzt mit euch Bastarden in einen Topf geworfen."

YouTube

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von YouTube angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Unser Interview mit Eko dazu findest du hier:

SZ JetztMusik
:"Ich will nicht, dass Köln so einen schlechten Ruf bekommt"

In "Domplatten Massaker" rappt Eko Fresh über die Übergriffe in seiner Heimatstadt.

Interview: Christina Waechter

max 

Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

Mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: