NetzteilEin öffentliches Google-Doc sammelt Nachrichten an Ex-Partner

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Hunderte schreiben dort anonym ihren Verflossenen.

Es gibt etwas, dass bei allen Trennungen gleich ist, ganz egal ob man im Guten auseinandergeht oder im Schlechten, ob man per SMS Schluss macht oder in einem tränenreichen Gespräch, das eine ganze Nacht dauert: Am Schluss bleibt immer irgendetwas ungesagt. Irgendwas, das einem später einfällt und das man dem anderen eigentlich gerne noch sagen würde. Das man ihm aber nicht mehr sagt, weil es ihn kränken würde oder man sich nicht traut oder weil es eh nichts mehr ändern würde. Manche Dinge realisiert man auch erst später – wenn man in einem Schrank plötzlich ein T-Shrit findet oder eine Situation oder ein Lied oder ein Moment einen an die gemeinsame Zeit erinnert.

Für derlei Situationen gibt es jetzt Abhilfe. Die Idee ist simpel und doch genial: eine Google-Tabelle, die jedem offen zugänglich ist und in die also jeder hineinschreiben kann, was er will. Der Name: „Texts I Wanna Send My Ex“.

Angelegt hat das Sheet vor ein paar Tagen ein gewisser Sean Drohan, 24 Jahre, Princeton-Absolvent. Seitdem schreiben Menschen dort hinein, was am Ende ihrer Beziehungen nicht ausgesprochen wurde, oder teilen Gefühle, die Monate nach einer Trennung hochkommen. Offensichtlich tut es den Menschen gut, an einem anonymen Ort einfach alles rauslassen zu können – und zu sehen, dass es vielen anderen gerade ähnlich geht. Die Nachrichten an die Verflossenen sind zum Teil voller Wut und Enttäuschung, zum Teil voller Reue – und manchmal würde auch einer nur gerne sagen, dass er immer noch auf den Hund des Ex-Partners aufpasst. Bewegend sind sie aber fat alle.

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