netzteilDie Autisten-Rocker

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Mit der Gitarre gegen Vorurteile: Die "AutistiX" sind Großbritanniens erste autistische Rockband. Jetzt veröffentlichte der Guardian eine Mini-Doku über die Musiker.

jetzt-redaktion

Er sieht aus, wie ein Rocker aussieht: lange Haare, Band-T-Shirt. Er liebt, was ein Rocker liebt: Gitarrenriffs und seine Band. Nur einen Unterschied gibt es. Jack ist Autist, ebenso wie seine zwei Bandmitglieder Saul und Luke. Sie gründeten 2010 ihre Band „AutistiX“, die erste autistische Rockband Großbritanniens. Die drei lernten sich über die Camden Society, einer Organisation für geistig und körperlich Behinderte kennen. Mittlerweile waren die drei Rocker mit ihrem Mentor Jim bereits in Spanien auf Tour und traten dieses Jahr bei „Autism‘s got Talent“, einer Talentshow für Autisten auf. Gerade veröffentlichte der Guardian eine Mini-Doku über die Musiker.

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„AutistiX“ – Ihr Name steht für ihre Identität: gleichzeitig für Einzigartigkeit aber auch für die

Schwierigkeiten , die ihnen die Diagnose im Alltag bereitet. Jack hat das Asperger-Syndrom, Luke unter anderem noch ADHS. Schwierige Vorraussetzungen für eine Zusammenarbeit. Doch die drei sind Freunde geworden.

Dabei ist das für Betroffene häufig unmöglich. Autismus erschwert es, soziale Kontakte zu knüpfen und sich zu öffnen. Genau das gelingt den Jungs über die Musik. Auf der Bühne wirken sie zufrieden, glücklich, losgelöst. Im ersten Song ging es um Mädchen, in anderen um Abnabelung oder darum, sich nicht ernstgenommen zu fühlen. Dinge, mit denen sich jeder in ihrem Alter identifizieren kann. "Wir wollen kein Mitleid, weil wir Autisten sind. Wir wollen, dass die Leute Spaß an der Musik haben", sagen sie. Und: "Headbangen kann man auch."

Text: jetzt-redaktion

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