NetzteilDas ist ... die erste Nachrichtensprecherin Kanadas mit Hidschab

Lesezeit: 2 Min.

Foto: Twitter / Ginella Massa

Ginella Massa hofft, dadurch auch das öffentliche Bild des Islam zu ändern.

Von Melanie Wolfmeier

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Das ist ...

... Ginella Massa, die erste Nachrichtensprecherin mit Hidschab in Kanada. Die Journalistin arbeitet in Toronto für den TV-Sender CityNews. Am

17. November übernahm die 29-Jährige die Moderation der 23-Uhr-Nachrichten und twitterte darüber im Anschluss: "Geschafft! Heute Nacht war nicht nur für mich wichtig. Ich denke nicht, dass jemals zuvor eine Frau mit Hidschab die Nachrichten in Kanada moderiert hat." Ihr Post wirbelte Twitter richtig auf. Bisher wurde ihr Tweet 839 Mal geteilt und 2835 Mal geliket.

Die kann ...

... kaum glauben, dass die Reaktionen auf ihren Post so positiv sind. Der Nachrichtenseite MiddleEastEye sagt sie, sie habe Unterstützung bekommen von "Muslimen, die sich zur Gesellschaft zugehörig fühlen, wenn sie jemanden wie mich ihre Abendnachrichten vorlesen sehen."

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Aber auch Nicht-Muslime hätten sich gefreut: "Sie sagen, es sei Zeit, dass unsere Nachrichtensendungen unsere Gesellschaft repräsentieren." Kanada ist eines der beliebtesten Einwanderungsländer der Welt. Allein in Toronto haben 60 Prozent einen Migrationshintergrund. Das ist wohl ein Grund, weshalb Ginella Massas Tweet so gut ankam.

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Die kommt ...

... nicht nur auf Twitter sympathisch rüber. In dem Interview mit der Seite MiddleEastEye erzählt sie, dass sie bezweifelt habe, es vor die Kamera zu schaffen: "Ich habe niemals jemanden im Fernsehen gesehen, der so aussah wie ich. Manchmal dachte ich deshalb, es wäre unmöglich." Sie hätte überlegt, ob sie nicht lieber zum Radio gehen solle. Dort sei es schließlich egal, wie man aussehe. Doch ihre Mutter habe sie ermutigt, es zu versuchen. So stand sie 2015 für CTV News in einer Kleinstadt im Westen Torontos vor der Kamera. Jetzt, durch ihren Wechsel zu CityNews und ihren Tweet, berichtet sogar die New York Times über die 29-Jährige.

Die geht ...

... nun mutig einen Schritt weiter, indem sie sagt: “Durch das aktuelle politische Klima ist es umso wichtiger,muslimische Frauen positiv darzustellen. Wenn sie einen Hidschab tragen, sind sie ein Symbol des Islam. Dieses Symbol ist ein machtvolles Bild. Und es ist so wichtig, positive Bilder von uns in den Medien zu sehen.”

Wir lernen daraus, dass ...

... Diversität sichtbar werden muss, damit wir begreifen: Nur weil Menschen anders aussehen, dürfen wir nicht Angst vor dem Unbekannten haben.

Nur Google weiß, ...

... dass Ginella Massa in Panama als Katholikin geboren wurde. Später konvertierte ihre ganze Familie zum Islam. Was das mit ihren journalistischen Qualitäten zu tun hat? Eigentlich nichts. Sie sagt es selbst: “Ich versuche, die beste Reporterin zu sein, die ich sein kann. Zufälligerweise trage ich dabei eben einen Schal.”

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