NetzteilComedian verwirrt Mitreisende mit U-Bahn-Lektüre

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Er liest: "101 Penisverlängerungsmethoden für zu Hause, im Büro oder unterwegs". Und ähnlich absurde Werke.

„Trump – die Kunst deine Tochter zu vögeln“ oder „1000 Orte, die du gesehen haben musst, bevor du vom IS hingerichtet wirst“. Mit diesen und anderen skurrilen Buchtiteln hat sich der amerikanische Komiker Scott Rogowsky in die New Yorker U-Bahn gesetzt und die Reaktion der anderen Fahrgäste gefilmt. Belustigt, kritisch, ungläubig – ziemlich unterschiedlich werden „Mein Kampf für Kids“, „101 Penisverlängerungsmethoden für zu Hause, im Büro oder unterwegs“ und „Mit Mord davonkommen für Dummies“ aufgenommen. Einige zücken auch ihr Smartphone, um ihr kurioses U-Bahn-Erlebnis festzuhalten.

YouTube

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von YouTube angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

Was von Rogowsky als Experiment zum Fremdschämen gedacht ist, wäre in der Realität ja eine gelungene Abwechslung vom schnöden Pendleralltag. Statt mit literarischen Klassikern in der Bahn zu sitzen, um den Waggon mit der eigenen intellektuellen Ausstrahlung zu beeindrucken, könnte man einfach mal selbst ein absurdes Buch in der Öffentlichkeit lesen.

Was spricht dagegen, morgen in der Tram mal mit „Male Knitting - Stricken ist männlich“ oder „Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer“ aufzutauchen? „Meine 30 Lippenstifte und ich: Vom vierten Frühling und nicht abziehbaren Preisschildern“ sei den Jungs ans Herz gelegt. Aber auch mit „Frauen, die nach Schinken stinken“ bekommt man bestimmt die gewünschte Aufmerksamkeit. Das Beste: Im Gegensatz zu Rogowskys Sammlung existieren diese Buchtitel wirklich. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Noch mehr Geschichten aus der U-Bahn:

SZ JetztZivilcourage
:"Ihr seid Schlampen"

Als unsere Autorin in der U-Bahn beschimpft wird, fühlt sie sich hilflos und klein. Was man in solchen Situationen tun sollte.

Von Sophie Aschenbrenner
Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

SZ JetztNetzteil
:Das lustigste Fahndungsfoto seit langem

Die Berliner Polizei sucht den U-Bahn-Turner.

Mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: