NetzteilBusen, Vagina und Penis tanzen gegen sexuelle Gewalt

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Die Videos sind deutlich - ihre Botschaft ist es auch.

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Aus den Boxen dringt Electro-Musik. Auf der Tanzfläche wippen Vagina und Penis im Takt. Plötzlich nähert sich der Penis. Nein, kein Porno. Eine neue Kampagne gegen sexuelle Belästigung. „Hey“, protestiert die Vagina nämlich sofort und weicht zurück. Der Penis entschuldigt sich. Er wirkt reumütig dabei. Die Vagina nickt entrüstet und dreht sich weg. Auf dem Bildschirm erscheint: "Consent is simple. If it's not yes, it's no." (Zustimmung ist einfach. Wenn es kein Ja ist, dann ist es ein Nein.)

Das Video ist eine Aktion von „Project Consens“. Drei Filme hat die amerikanische Organisation hochgeladen. Die Hauptdarsteller sind Penis, Vagina oder Brust mit animierten Kulleraugen. Sie lachen, pfeifen, tanzen, bis sich das weibliche Geschlecht bedrängt fühlt. Dann ist Schluss.

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Die Kampagne ist direkt, aber ehrlich. Keine Metaphern, kein Drumrum-Gerede. Damit ist die Botschaft umso deutlicher: Ein Nein ist ein Nein. Und das ist zu respektieren. „Wir hatten das Gefühl, dass Symbole in der Diskussion unnötig sind“, sagt Sara Li von Project Consens. „Es darf nicht schwer sein, über Zustimmung zu sprechen. Wir sollten nicht Tee oder irgendwas anderes nutzen, um zu erklären, was angebracht ist und was nicht.“ Die Studentin spielt damit auf eine britische Kampagne an: Nein zu Sex wird mit dem Nein zu einer Tasse Tee verglichen.

Project Consens gibt es seit 2014. Junge Frauen aus Kanada und den USA haben sich zusammen getan, um gegen die „globale Epidemie“ der Vergewaltigungen zu kämpfen.

miu

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