NetzteilBär jagt Snowboarderin

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Aber die merkt es nicht.

Kelly Murphy wollte sich vergangenes Wochenende eigentlich nur beim Snowboarden filmen. Die Sicht war schlecht, aber das machte ihr nichts. Also stellte sie sich im japanischen "Hakuba 47 Winter Sports Park" auf ihr Brett und jagte den Berg herunter. Auf den Ohren dicke Kopfhörer, wippte sie beim Fahren mit dem Kopf zu Rihannas „Work“.

Was sie nicht merkte: Sie wurde verfolgt. Von einem Bären. Der stürmte nur wenige Meter hinter ihr her. Aber das sah Murphy erst, als sie sich später das Videomaterial ansah. „Ich bin vor Schreck fast ausgeflippt“, sagte sie dem Mirror. Ihr Glück: Sie fuhr zu schnell für den Bären. Der ließ irgenwann von ihr ab.

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Murphy fährt Snowboard, seit sie ein Kind ist. Weil ihre Freundinnen an diesem Tag im Skiresort Snowboard-Unterricht nahmen, habe sie sich allein aufgemacht, erzählt sie. Den unheimlichen Vorfall habe sie dann auch den Verantwortlichen im Skiresort gemeldet, aber die hätten schlecht Englisch gesprochen und sie nur bedingt verstanden. Also beschloss Murphy, das Video auf Youtube zu stellen, darunter schrieb sie: „I nearly got eaten.“ Und: „Be careful.“

Seit Murphys Veröffentlichung ist im Netz eine hitzige Diskussion entbrannt. Viele glauben, das Video sei gefälscht und der Bär nachträglich in den Film montiert. Zwar sind asiatische Schwarzbären in Hakuba heimisch und haben dort schon öfter Menschen angegriffen. Allerdings sieht der Verfolger auf dem Video eher aus wie ein Braunbär.

Ob Schwarzbär oder Braunbär, Fake oder Nicht-Fake. Die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde hat Murphy sicher. Vielleicht ist das alles, was sie wollte.

fie 

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