MusikM.I.A. wehrt sich gegen Paris Saint-Germain

Lesezeit: 1 Min.

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Der Fußballverein hatte mit einer Klage gedroht.

Von Quentin Lichtblau

M.I.A. hat Ärger. Mit dem Fußball-Club Paris Saint-Germain, dessen Trikot sie - in leicht abgewandelter Form - in ihrem aktuellsten Video zu "Borders" trägt.

"Rufmord!", riefen die Verantwortlichen da. Und schickten ihr einen bösen Brief. Am Montag veröffentlichte die Sängerin ihn auf Twitter. Heute sprach sie in einem Interview mit dem US-Sender Democracy Now zum ersten Mal öffentlich darüber.

Der Verein hatte mit einer Klage gedroht: Sein Image werde durch die Verwendung des Trikots in den Dreck gezogen. Im Video prangert M.I.A. den derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen an, man sieht sie an einem nachgebauten Grenzzaun und auf einem Flüchtlingsboot. In einigen Szenen trägt sie dabei besagtes Trikot. Auf ihrer Brust prangt dabei statt des Sponsorenlogos von Fly Emirates der Schriftzug "Fly Pirates" – was man als subtile Kritik an Katar interpretieren kann, wo gerade Tausende Migranten unter übelsten Arbeitsverhältnissen die Fußballstadien für die kommende WM aus der Wüste stampfen.

Der Verein hatte mit einer Klage gedroht: Sein Image werde durch die Verwendung des Trikots in den Dreck gezogen. Im Video prangert M.I.A. den derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen an, man sieht sie an einem nachgebauten Grenzzaun und auf einem Flüchtlingsboot. In einigen Szenen trägt sie dabei besagtes Trikot. Auf ihrer Brust prangt dabei statt des Sponsorenlogos von Fly Emirates der Schriftzug "Fly Pirates" – was man als subtile Kritik an Katar interpretieren kann, wo gerade Tausende Migranten unter übelsten Arbeitsverhältnissen die Fußballstadien für die kommende WM aus der Wüste stampfen.

"Wir verstehen einfach nicht, warum wir mit so einer Anklage assoziiert werden", schreiben die Vertreter des Vereins, "mit den von M.I.A. beleuchteten Problemen haben wir nichts zu tun." Außerdem forderten sie, das Video sofort offline zu nehmen und für die entstandenen Schäden zu bezahlen.

Plattform X

Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichert

Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

M.I.A. hat nun in im Interview erklärt: Das Fußballtrikot sei so etwas wie die Uniform der Unterprivilegierten, man fände es als billige Kopie in jedem Entwicklungsland. Diese Perspektive sei dem Verein wohl völlig entgangen, sie habe einfach nur ein realistisches Video drehen wollen.

Sich dieser Realität nicht stellen zu wollen, sei eine "dumme Sache", sagte sie in Hinblick auf den Brief.

Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

Mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: