jetzttickerZwei Frauen, ein Gedanke: Christa Müller und Eva Herman

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Wenn sich das Leben ändert, setzt man sich für andere Dinge ein, argumentiert manchmal sogar gegen Dinge, die man vor einem Jahr noch vehement vertreten hat. Ist das okay?

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„Es gibt nichts, wofür ich mich von meinem Sohn trenne, es gibt keine höhere Motivation als die Liebe." „..bei der Genitalverstümmelung handelt es sich um Körperverletzung, bei der Krippenbetreuung in einigen Fällen um seelische Verletzung - und die ist manchmal schlimmer als Körperverletzung." Sprach Christa Müller, Gattin von Oskar Lafontaine und familienpolitische Sprecherin der Saar-Linken. „Ich finde, wir Frauen sollten öfter einfach mal den Mund halten. Warum müssen wir immer alles mitbestimmen?“ „Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen.“ Sprach Eva Herman, ehemalige Tagesschausprecherin, heute Buchautorin und Moderatorin. Beide Frauen verbinden einige wesentliche Merkmale: Sie waren mal das, was man gerne „Karrierefrauen“ nennt. Sie sind verhältnismäßig spät Mütter eines Einzelkinds geworden. Und beide haben einen großen Mitteilungsdrang, man könnte es auch Sendungsbewusstsein nennen. Ihre Mission: das Kinderkrippen-Projekt der Familienministerin Ursula von der Leyen zu kippen und das alte Rollenbild der Frau als Hausfrau und Mutter wieder in die Diskussion zu bringen. Wie stehst du zu den Aussagen dieser Frauen? Glaubst du, ihre Meinung hat etwas mit ihrer Biographie zu tun? Fühlst du dich von solchen Zitaten angesprochen? Glaubst du, es gibt den von beiden Frauen propagierten Druck auf Frauen in Deutschland, Karriere machen zu müssen? Und disqualifiziert die Tatsache, dass beide Frauen früher das Gegenteil davon lebten, ihre heutigen Forderungen? Bilder: ap, dpa

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