jetzttickerBeethoven, Schmeethoven: der Ticker der musikalischen Früherziehung

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz. Illustration: Julia Schubert

Wurdest du in deinem musikalischen Geschmack von der Plattensammlung deiner Eltern geprägt? Oder erinnerst du dich mit Grauen an Folterabende bei volkstümlicher Herzilein-Musik?

penni-dreyer

Hätte ich es mir aussuchen können, meine Eltern hätten ruhig ein bisschen fortschrittlicher sein können. Zumindest, was ihren Musikgeschmack betrifft. Immerhin waren sie gerade zu einer Zeit Teenager, als die beste Musik aller Zeiten gemacht wurde. Statt aber genau diese Platten zu horten und bei einer Flasche Chianti bei voller Lautstärke anzuhören, war die modernste Musik in ihrer reichhaltigen Plattensammlung von Arnold Schönberg und Alban Berg. Meine popmusikalische Früherziehung bekam ich dann von meinem älteren Bruder, der mich dankenswerterweise seine Kassetten überspielen ließ und mich so mit den Rolling Stones und später dann sogar richtig moderner Musik vertraut machte. Wurdest du vom Musikgeschmack deiner Eltern beeinflusst? Ist der deiner Meinung nach gut? Oder erinnerst du dich mit Grauen an Schunkelmusik im Wohnzimmer? Würdest du die Plattensammlung deiner Eltern gerne erben?

Text: penni-dreyer - Bild: ddp

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