Instagram-TippBitte folgen: dem Künstler, der ein Jahr lang jeden Tag eine Collage postet

Lesezeit: 1 Min.

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Dompteur Mooner findet, Instagram wird für Kunst noch viel zu wenig genutzt. Der Instagram-Tipp der Woche.

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So heißt der Account:

instagram.com/dompteurmooner/

Zu sehen sind da …

… Collagen. Jeden Tag eine. Seit einem Jahr. Vor 365 Tagen begann der Münchner Künstler Mooner mit seinem Projekt, jeden Tag eine Collage zu schnipseln und zu kleben und dann auf Instagram zu stellen. Dort kann man jedes der Kunstwerke auch gleich per Kommentar „I Want“ kaufen. Für 25 Euro.

Denn Mooner hat bei dem Projekt mehrere Hintergedanken: Neben der Kontinuität und dem Zwang, jeden Tag eine Collage basteln zu müssen, möchte er hier einen Beitrag zur Debatte leisten, wie viel Kunst wert ist – und sein sollte. „Eigentlich sind 25 Euro natürlich zu wenig für ein Kunstwerk, das es nur einmal gibt“, sagt er am Telefon. „Mir ist aber wichtig, dass diese Kunst für jeden erschwinglich ist.“ Und dass hier keine Galerie zwischengeschaltet ist, sondern er mit seiner Kunst seine Abnehmer direkt erreicht: „Wenn der Kleber getrocknet ist, kann ich die Arbeit gleich präsentieren. Instagram ist eigentlich viel zeitgemäßer als eine Galerie und wird als Medium für Kunst viel zu wenig genutzt.“

Dahinter steckt ....

… der Münchner Mooner, der bürgerlich Emanuel Günther heißt. Er arbeitet seit Jahren als Künstler, Musiker und DJ, war außerdem früher einer der Macher einer legendären Partyreihe namens Zombocombo, die Feiern mit weirder Performancekunst mischte. Normalerweise findet seine Kunst nicht auf Instagram statt. 2015 befasste er sich zum Beispiel mit einer Installation mit Flüchtlingslagern am Rand von München. 

Dem solltest du folgen, wenn …

… du zum Beispiel noch ein sehr gutes Weihnachtsgeschenk brauchst. Dann kannst du die Collagenreihe durchscrollen und eine suchen, die noch nicht vergeben ist. Was aber nur auf rund 20 Prozent der Arbeiten zutrifft. Die meisten gingen sogar ziemlich schnell weg, sagt Mooner: „Manche sind schon nach Sekunden weg gewesen. Andere standen aber auch eine Woche online, bis sie jemand wollte.“ Wenn du die Collagen mal analog sehen möchtest: Aktuell kann man einige davon in einer Ausstellung im „404 Page not Found“ in München sehen.

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