Glotzen„Wie man mit einem einzelnen Tweet einen Hype tötet“

Lesezeit: 2 Min.

Die einen freuen sich, die anderen lästern schon jetzt: Auf jeden Fall ist das Konzept der neuen Friends-Folge anders als gedacht.
Die einen freuen sich, die anderen lästern schon jetzt: Auf jeden Fall ist das Konzept der neuen Friends-Folge anders als gedacht. Foto: Reuters

Ende Mai soll die „Friends“-Reunion ausgestrahlt werden, einen Trailer gibt es auch. Mit dabei sind Stars wie Lady Gaga und BTS. Die Fans sind trotzdem nicht begeistert.

Dass es nach all den Jahren nun doch noch eine „Friends“-Reunion geben soll, ist schon seit Februar vergangenen Jahres bekannt. Nun gibt es mehr Einzelheiten, wie das Ganze aussehen soll: darunter Release-Datum, erster Teaser-Trailer und noch mehr Details – und nicht alle davon fallen so aus, wie es sich die Fangemeinde wohl erhofft hat.

„So eine Sache passiert nicht alle Jahre, nicht mal alle zehn oder 15 Jahre“, schrieb Schauspielerin Courteney Cox am Donnerstag auf Instagram. Tatsächlich, das Ende der US-Kultserie „Friends“, in der Cox die perfektionistische Köchin Monica spielte, ist genau 17 Jahre her. Und endlich gibt es auch einen Ausstrahlungstermin: Der Sender HBO Max kündigte das Special für den 27. Mai an.

Eigentlich hätte die Sondersendung bereits vor einem Jahr laufen sollen, der Dreh verzögerte sich aber wegen der Corona-Pandemie. Jetzt postete der Streamingdienst ein kurzes Teaser-Video, in dem die sechs Darsteller*innen, von hinten gefilmt, Arm in Arm durch das Studiogelände von Warner Bros im kalifornischen Burbank schlendern. Im Hintergrund läuft eine langsam-melancholische Version des Serien-Titelsongs „I’ll Be There for You“ von „The Rembrandts“. Das Video endet auf den Schriftzug: „The one where they get back together“ – in Anspielung auf die übliche Struktur der Episodentitel.

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Wirklich viel verrät dieser kurze Trailer nicht. Außer, dass tatsächlich der komplette Hauptcast der 90er-Jahre-Serie dabei sein wird: die Schauspieler*innen Courteney Cox, Jennifer Aniston, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc, David Schwimmer und Matthew Perry – also die vollständige New-Yorker „Friends“-Gruppe Monica, Rachel, Phoebe, Joey, Ross und Chandler. Aber auch andere „Friends“-Darsteller*innen sollen Teil des Projekts sein: zum Beispiel Tom Selleck, der Monicas Freund Richard spielte (der mit dem eindrucksvollen Schnurrbart) oder Maggie Wheeler, Chandlers Immer-mal-wieder-Freundin Janice (die mit der schrillen Lache).

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:Die „Friends“-Reunion ist eine wirklich schlechte Idee

Ein Grund: Die Serie war damals schon nicht lustig - und wird es auch in Zukunft nicht sein.

Von Christina Waechter

Mit dabei: Lady Gaga, BTS, Kit Harrington, David Beckham, Justin Bieber und Malala Yousafzai

Außerdem sollen zahlreiche Promis bei der Reunion auftreten: Darunter Lady Gaga, Justin Bieber, Ex-Fußballer David Beckham, „Game of Thrones“-Star Kit Harington, die K-Pop-Boyband BTS sowie Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Ein weiterer Hinweis darauf, wie die Reunion aussehen könnte: Laut Ankündigung der Produktionsfirma WarnerMedia vom Februar 2020 sollen die Schauspieler*innen ohne festes Drehbuch spielen. Während die Mehrheit der „Friends“-Fans sich online zunächst vorfreudig zeigten, schienen einige eher skeptisch. Der Grund: Auf Nachfrage eines Nutzers schrieb HBO auf Twitter, bei der Reunion handle es sich nicht um eine neue „Friends“-Episode, vielmehr werde der Cast „auf erinnernde Art und Weise“ als die originalen Charaktere auftauchen. Ein weiterer Nutzer schrieb daraufhin ernüchtert: „Wie man mit einem einzelnen Tweet einen Hype tötet“.

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„Wir werden nicht die Charaktere spielen“

Laut Informationen des Guardian sollen die Darsteller*innen in der Reunion-Folge tatsächlich als „sie selbst“ und nicht als ihre beliebten „Friends“-Charaktere auftreten. Auch Ross-Darsteller David Schwimmer erklärte in der Graham Norton Show, er könne zwar keine Details verraten, aber: „Wir werden nicht die Charaktere spielen. Wir werden alle wir selbst sein. Die echten Menschen. Es gibt nur einen Abschnitt, da – ich will nicht zu viel verraten – aber da lesen wir etwas vor“.

Die „Friends“-Reunion könnte somit auch „The One that isn’t a new Friends Episode“ heißen. Aber vielleicht ist das in diesem Fall gar nicht so schlimm. Immerhin gilt „Friends“ als Serien-Äquivalent zum Comfort-Food: Die Journalistin Dorothea Wagner schrieb mal im SZ-Magazin, die Serie sei deshalb heute noch so beliebt, weil man die alten Folgen prima „Comfort bingen“ könne, sprich: bei vollem Genuss immer und immer wieder anschauen.

fsk / mit Material von dpa

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