GenderDas ist... Erin Bailey, die in Mike Pences Heimatort ein LGBT-Festival veranstaltet

Lesezeit: 2 Min.

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Und zwar als Highschool-Abschlussarbeit.

Von Quentin Lichtblau

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Das ist...

Erin Bailey (18) aus dem Bundestaat Indiana, USA. Für die Abschlussarbeit an ihrer Highschool hatte sie eine ganz besondere Idee. Laut Aufgabenstellung sollte die Arbeit der Gemeinschaft des Ortes dienen. Erin überlegte, woran es in Columbus fehlt – und veranstaltet nun das erste LGBT-Festival.

Die kommt...

wie schon erwähnt aus Columbus, einer Kleinstadt mit 45.000 Einwohnern. Ein Sohn der Stadt ist Vizepräsident Mike Pence, bekannt für seine alles andere als LGBT-freundlichen Ansichten und Gesetze. Als Gouverneur von Indiana unterzeichnete er 2015 den „Religious Freedom Restoration Act“  – und gab damit der Diskriminierung von LGBT, zum Beispiel in Restaurants, einen legalen Rahmen. Nach heftiger Kritik ließ Pence das Gesetz zwar nachbessern, seinen homophoben Ruf ist er dennoch nicht losgeworden. „In allem, wofür er bei diesen Themen steht, habe ich einen komplett anderen Standpunkt“, sagt Erin gegenüber Elle. Sie ist selbst bisexuell und interessiert sich schon seit längerem für Frauenrechte und LGBT-Themen.

Die kann...

am 14. April – trotz der überwiegend erzkonservativen Mentalität der Menschen in ihrer Heimat – bestenfalls die LGBT-Community von Columbus auf die Straße bringen. Beim Anblick der laut Erin „eher kleinen“ Projekte des Vorgängerjahrgangs ihrer Schule sei ihr klar geworden, dass sie etwas „wirklich Großes“ machen und eine „wirklich große Veränderung“ bewirken wolle, sagte sie gegenüber Cosmopolitan. Erin plant Vorträge, Essensstände und Kunstaktionen. Die verantwortlichen Behörden hätten erstaunlich offen auf ihr Vorhaben reagiert. „Ich hatte befürchtet, dass sie sagen würden: 'Nein, sowas wollen wir nicht', aber dann sie haben mich direkt unterstützt.“

Die geht...

mit ihrem unter aufmerksamkeitsökonomischen Gesichtspunkten optimalen Vorhaben gerade weltweit durch die Presse. Und wird dabei bereits oft in einem Atemzug mit den Aktivistinnen um David Hogg und Emma Gonzalez genannt, die sich nach dem Amoklauf an ihrer Schule in Parkland, Florida für strengere Waffengesetze stark machen. Beide haben ihr bereits euphorisch auf Twitter ihren Respekt ausgedrückt.

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Auch Mike Pence hat sich mittlerweile geäußert. Über seine Sprecherin ließ er Erin Bailey für ihren Aktivismus loben. Er sei erfreut darüber, dass sich junge Menschen aus seiner Heimatstadt am politischen Prozess beteiligten.

Wir lernen daraus, dass...

heutzutage eine gewisse Portion Größenwahn und die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt in kürzester Zeit große Wellen schlagen können – selbst wenn man mit seiner Meinung im Heimatort eher die Minderheit darstellt. Und dass die nachwachsende politisierte Generation in den USA sich nicht nur beim Waffenrecht einmischt.

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