Die Teenagerzeit ist hart. Vor allem, weil man – obwohl man ja eigentlich schon total megaobererwachsen ist – trotzdem noch mit diesen uncoolen Mitbewohner*innen rumhängen muss, die einen aufgezogen haben: die eigenen Eltern. Die Musik, die sie hören, die Regeln, die sie aufstellen, ihre Facebook-Accounts: alles No-Gos. Tatsächlich ist es aber so: Weder sind Eltern völlig unschuldig an der Scham ihrer Kinder, noch genieren sich nur Teenager für ihre Eltern: Das Phänomen Eltern-Scham ist universal und durch alle Altersklassen vorhanden. Das beweist jetzt ein Twitter-Thread, gestartet von dem Serien-Komponisten Nick Harvey, den inzwischen Hunderte Menschen kommentiert haben.
Ein Grund für unsere Elternscham ist deren absolute Kompromisslosigkeit. Bettzeit ist Bettzeit – ganz egal ob du sechs bist oder sechzehn, ob du zuhause rumhängst oder mit deiner Punkband ein Konzert gibst. Deine Mama holt dich ab. Ja, selbst wenn du der Leadsänger bist.
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Was könnte noch peinlicher sein als eine solche öffentliche Erniedrigung? Antwort: Wenn deine Mutter versucht, deine Beziehung für dich zu beenden. Vor all deinen Freunden – und zu Unrecht.
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Gut, das ist peinlich, aber immerhin ein ehrliches Missverständnis. Andere Fälle sind da eindeutiger. Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte. Etwa wenn sich deine Mama dieses Shirt gekauft hat:
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Fakt ist, dass Eltern die Herrschaft über uns nie verlieren. Und als erwachsene Person von Mami geschimpft zu werden, ist vielleicht sogar noch demütigender als als Kind.
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Schlimm. Aber es gibt ein Thema, so unangenehm, so gräulich, so unaussprechlich, dass Therapeut*innen-Scharen gebraucht werden, um die daraus entstandenen Traumata zu überwinden: der elterliche Sex.
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Bei dem nächsten Tweet sind zwar wenigstens nicht die Eltern in den Sex-Part involviert, aber dafür die gesammelte Macht ihrer schwarzen Pädagogik. Und man muss es der Mutter zugestehen – diese Erziehungsmaßnahme war sicher auch für sie nicht lustig.
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So, genug gelästert, jetzt kommt die Ehrenrettung unserer Eltern. Die haben uns immerhin zu dem gemacht, was wir heute sind: überlegene Wesen, die sich nie daneben benehmen und ihrem eigenen Nachwuchs bestimmt auch niemals unangenehm sein werden. Die Wahrheit ist, dass die meisten Eltern eine Menge opfern, um ihre Kinder großzuziehen. Manche setzen sogar ihre körperliche Gesundheit aufs Spiel, um Sohn oder Tochter auf eine anständige Schule zu bringen. Und da ist es doch auch egal, wenn Mama und Papa dabei ein bisschen doof aussehen.
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mpu
