DigitalTwitter kann jetzt 280 Zeichen

Lesezeit: 1 Min.

Collage: jetzt.de

Das regt so manchen Nutzer ziemlich auf.

Nein, es ist nicht die wichtigste Meldung des Tages. Und trotzdem fühlt es sich ein bisschen so an, wenn man Twitter aufmacht: In dem sozialen Netzwerk ist es nämlich, nach einer kurzen Testphase mit ausgewählten Nutzern, ab jetzt für alle erlaubt, statt bisher 140 Zeichen 280 Zeichen pro Tweet zu verwenden.  Naturgemäß ist die Twitter-Sphäre elektrisiert! Im positiven wie im negativen Sinne.

Es gibt nämlich einige Features, die Twitter-Nutzer sehr viel lieber gesehen hätten: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu bearbeiten zum Beispiel. Oder ein besseres Vorgehen des Unternehmens gegen Hasspropaganda und Fake-Profile. Twitter ist immer wieder in die Kritik geraten, weil das Unternehmen seine Nutzer nur sehr unzureichend und sporadisch vor Angriffen schützt. Manche User werden von Twitter gesperrt, weil sie verhältnismäßig harmlose Schimpfworte verwenden. Andere dagegen bedrohen ihre Mit-User ohne jegliche Konsequenzen. Die Politik, die hinter diesem Vorgehen steht, ist nicht ersichtlich.

Doch statt auf die Wünsche der Nutzer einzugehen, hat sich das Unternehmen dazu entschieden, die Länge der Tweets zu verdoppeln. Jeder hat jetzt 280 Zeichen zur Verfügung, seine Weisheiten in die Welt zu posaunen. Doppelt so viel Platz für Gedanken, halb so lange Erklärbär-Threads, mehr Platz für flache Witze. Toll! Oder nicht?

Einige der bekannteren Twitter-Nutzer haben eine sehr starke Meinung: Chrissy Teigen,  Model, Moderatorin und begabte Twitterin mit mehr als acht Millionen Followern zum Beispiel hatte nichts als Verachtung übrig für das neue Feature und gelobte feierlich, es niemals zu benutzen:

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Der selbst auferlegte Boykott dauerte nicht sehr lang.

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Andere User probierten gleich mal aus, wofür die 140 zusätzlichen Zeichen zu gebrauchen sind:

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Doch die große Mehrheit der User war eindeutig überfordert von der neuen Freiheit:

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Wie immer muss sich der Mensch wohl an seine Freiheiten erst neu gewöhnen. Bis dahin wird es sicher noch einige beleidigte Abgesänge auf die Schönheit und die Poesie der Kürze geben, die die künstliche Beschränkung auf 140 Zeichen erforderte.

Aber vermutlich wird es den meisten Nutzern doch gehen wie Chrissy Teige: Sie werden sich sehr schnell daran gewöhnen.

chwae

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