DigitalTrump wird abmontiert

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Bild: AP, Seth Wenig

Seitdem Donald Trump Präsident ist, will kaum jemand mehr in seinen Häusern leben.

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das kann ihm niemand mehr nehmen. Aber etwas kann man ihm eben doch nehmen: seinen Namen. Buchstaben für Buchstaben, Gebäude für Gebäude. Denn scheinbar haben immer weniger Menschen Lust in Gebäuden zu leben, die den Namen des Präsidenten an der Fassade stehen haben.

Die Sache mit seinem Namen ist für Donald Trump womöglich schwer zu verkraften, denn der Mann hat eine Neigung dazu, seinen Namen auf alles drauf zu pappen, was sich nicht dagegen wehren kann: Steaks zum Beispiel, „Universitäten“, Wodka, Bücher, Krawatten, Golfplätze und natürlich Wohnhäuser und Casinos.

Vielen Bewohnern von „Trump“-Gebäuden geht die Assoziation mit dem kontroversen Präsidenten zunehmend auf die Nerven. Und so lassen sie es sich teilweise viel Geld kosten, um die goldenen Buchstaben von der Fassade ihres Wohnhauses entfernen zu dürfen. Die Betreiber von ehemaligen „Trump“-Häusern in New York und Toronto haben deshalb jeweils Millionen an die Trumps gezahlt. Gestern nun entschied ein Gericht in New York, dass die Bewohner eines 49-stöckigen Hochhauses das Recht haben, den Namen vom Gebäude abzunehmen. Dagegen hatte sich die „Trump Organization“ ein Jahr lang gesperrt, die das Haus zwar nicht besitzt, aber verwaltet, und mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, sollten sie das tun. Die Bewohner, die sich in einer demokratischen Abstimmung mehrheitlich für die Umbenennung des Wohnhauses ausgesprochen haben, müssen nun die Kosten für den Rechtsstreit zahlen, sowie eine Gebühr von ungefähr 23.000 Dollar für die Entfernung der Buchstaben. Damit haben seit 2016 sieben ehemalige „Trump“-Gebäude ihren Namen geändert.

Den Bewohnern von 200 Riverside Boulevard, wie das Gebäude seit gestern heißt, scheint es ein besonders großes Anliegen gewesen zu sein, den alten Namen loszuwerden. Kurz nach Bekanntgabe des Urteils waren die Arbeiter schon vor Ort und entfernten alle Buchstaben. Heute sollen die restlichen Spuren durch Sandstrahler entfernt werden.

chwa

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