Auch Politiker haben es nicht immer leicht. Vor allem nicht, seit es soziale Medien gibt. Jedes Bild, das auf Facebook, Twitter oder Instagram gepostet wird, kann natürlich – wie vom Politiker gewünscht – zu Begeisterungsstürmen und Unterstützung führen, zu mehr Followern und im Idealfall auch zu mehr Wählern. Oder alles geht nach hinten los und das Foto wird zur Meme-Vorlage. Und das kann ziemlich schnell passieren.
Ganz frisch hat es jetzt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erwischt. Sie postete am Sonntag ein Foto von der Weinlese: Weit streckt sie die Arme aus, strahlend ist ihr Lächeln. „Mitten in den Reben - Weinlese, die schönste Zeit der Winzer. Kurzer Stopp am Weinberg #Heimat #durchatmen“, schrieb sie dazu.
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Eine Steilvorlage für viele Twitter-User. Einige von ihnen denken noch daran, wie Klöckner vor ein paar Tagen fröhlich die Deutschen Waldtage eröffnet hat, während zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten verzweifelt für die Erhaltung des Hambacher Forstes kämpfen. Der Blogger und Journalist Marion Sixtus retweetete das Foto daher mit dem zynischen Kommentar: „Wenn Du genau weißt, unter deinen Weinreben liegt keine Braunkohle.“ Andere schreiben deutlich: Um den Wein scheint sie sich zu kümmern, um den Wald eher nicht.
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Ein User dagegen hängt sich eher an Klöckners unnatürlicher Pose als an der Natur auf und muss an die ikonische Titanic-Szene denken:
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Viele vermuten, Klöckner sei auf Drogen, und montieren sie vor einen passenden Hintergrund oder stellen wichtige Fragen via GIF:
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Ein Nutzer muss gleich an die Debatte um Glyphosat denken:
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Und der Verfasser dieses Tweets hat nur einen einzigen Wunsch:
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Die Sache zeigt: Es kann jeden und jede treffen, und richtig schlecht ist das nicht. Besser eine humorvolle als eine hasserfüllte Debatte.
soas



