- Am Mittwochabend haben 500 Polizisten ein besetztes Haus in der Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain durchsucht. Dort wurden vier mutmaßliche Täter aus der linksextremen Szene vermutet, die am Mittag einen Streifenpolizisten geschlagen und getreten haben sollen.
- Der Polizist, der dabei verletzt wurde, wollte nach eigener Aussage zuvor einen Strafzettel wegen Falschparkens ausstellen. Daraufhin hätten ihn die Täter angegriffen. Die Verdächtigen konnten nicht ausfindig gemacht werden.
- Bereits am Montag war bekannt geworden, dass Hunderte verurteilte Rechtsextreme auf freiem Fuß sind, weil die Polizei Haftbefehle nicht vollstreckt hat. Grund: Die Straftäter sind angeblich nicht zu fassen.
- Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Irene Mihalic zurück. Demnach waren zum Stichtag am 15. September 2015 mehr als 450 Haftbefehle gegen 372 rechtsmotivierte Straftäter nicht vollstreckt worden.
- Zum Weiterlesen: Die Hintergründe zu den nicht vollstreckten Haftbefehlen gegen verurteilte Rechtsextreme findest du hier. Die Details zum Polizeieinsatz in Berlin gibt es hier.
