WHO zu Epidemie Mehr als 200 Ebola-Tote in Guinea

In den meisten Fällen verläuft die Krankheit tödlich: Seit fast einem halben Jahr wütet die Ebola in Westafrika, die WHO zählt mehr als 200 Tote.

Ein tödliches Virus wütet seit fast einem halben Jahr in Westafrika. Allein in Guinea starben an Ebola inzwischen mehr als 200 Menschen. Das meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Wie die Organisation am Mittwoch mitteilte, wurden in dem verarmten Staat seit Jahresbeginn 328 Verdachtsfälle registriert, von denen 208 tödlich endeten. Nach einem Bericht der britischen BBC tötete die Krankheit allein am vergangenen Wochenende mindestens 20 Menschen.

Das Zentrum der Epidemie liegt in der Gueckedou-Region im Süden des Landes. Im benachbarten Sierra Leone starben laut WHO-Angaben bisher sechs Menschen. In Liberia kam etwa ein Dutzend Menschen ums Leben.

Ebola wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich.

Laut BBC geben Hilfsorganisationen als einen Grund für die vielen Toten an, dass manche Erkrankten zu traditionellen Heilern statt in Kliniken gehen würden. Zwar gibt es bis heute weder Impfmittel noch Therapiemöglichkeiten gegen Ebola, doch die Überlebenschance steigt bei früher Behandlung.