Das Gehirn verändert sich andauernd, es kann gar nicht anders. Sogar im Schlaf ordnet es Erinnerungen, sortiert Überflüssiges aus und erschafft im Traum eigene Welten. Permanent knüpfen Nervenzellen neue Verbindungen, abhängig davon, was erlebt, erfahren, wahrgenommen wird. Auch Ernährung, Bewegung und Umwelteinflüsse wirken sich auf die Hirnentwicklung aus, die zudem nie abgeschlossen ist, sodass der Begriff „Lebenslanges Lernen“ neurobiologisch schon zutraf, bevor ihn Bildungspolitiker als Schlagwort entdeckten. Kein Wunder also, dass jeder Mensch buchstäblich seinen eigenen Kopf hat und die Mikrostrukturen des Gehirns individuell unterschiedlich sind.
MedizinDie fünf Phasen des Gehirns
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Warum lernen Kinder leichter Sprachen? Wieso können sich ältere Menschen besser emotional regulieren? Neuroforscher definieren Wendepunkte im Gehirn im Alter von neun, 32, 66 und 83 Jahren.
Von Werner Bartens