Verhaltenstherapie der Nikotinsucht Wie die Verhaltenstherapie wirkt

Wo setzt die Verhaltenstherapie an?

In jedem Raucher steckt eine Ambivalenz: Ich möchte gerne aufhören, die Zigarette tut mir trotzdem gut. Das muss man erkennen und letztlich akzeptieren. Allein schafft man das schwer. In der Verhaltenstherapie lernen Sie als erstes zu würdigen, was Sie am Rauchen hatten.

Würdigen? Aber ich will doch aufhören zu rauchen?

Ja, aber Rauchen hat ja auch eine Funktion. Wenn man sich nicht bewusst ist, warum man raucht und hört auf, kann einen das irgendwann einholen. Rauchen ist ja zum Beispiel ein soziales Schmiermittel. Vielleicht merken Sie plötzlich, dass Sie sich ohne Zigarette in bestimmten Situationen nicht mehr wohl fühlen. Dass irgendwas fehlt. Und was machen sie zum Beispiel. um mit Ärger oder Stress fertig zu werden? Darüber sollten Sie sich vorher im Klaren sein. Und dann ist es wichtig, eine Zielvision zu haben. Zum Beispiel, seinen Kindern ein Vorbild zu sein, fitter zu werden oder mehr Geld übrig zu haben.

Rauchen Wie abhängig sind Sie von der Zigarette?
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Wie abhängig sind Sie von der Zigarette?

Gelegenheitsraucher oder schon körperlich abhängig? Testen Sie hier, wie süchtig Sie nach Nikotin sind.

Inwiefern hilft mir dabei die Therapiegruppe?

In der Gruppe bekommen Sie verschiedene Strategien vermittelt, die Sucht zu überwinden. Jeder zieht sich das raus, was für ihn relevant ist. Atemübungen helfen zum Beispiel vielen Menschen. Aber eben nicht allen. Vor kurzem hat eine Frau erzählt, wie sie es schafft das Verlangen nach einer Zigarette zu überwinden: Sie riecht an einem vollen Aschenbecher. Der ekelhafte Geruch hilft ihr, nicht zu rauchen. Ein anderer zieht lieber an einem Strohhalm und wieder andere sagen: "Ich bin doch nicht blöd!" Jeder findet seinen eigenen Weg.

Können auch Medikamente ein Weg sein?

Leider gibt es kein Wundermittel, das Sie einfach so zum Nichtraucher macht. Selbst die Hardcore-Medikamentenforscher setzen nicht mehr auf eine rein pharmakologische Behandlung der Sucht. Da haben sich in den vergangenen Jahren viele Hoffnungen zerschlagen. Echte Abstinenz kann man nicht mit Medikamenten erreichen. Von einer Sucht kommt man nur mit gestärkter Motivation und gestärktem Selbstvertrauen los. Aber Medikamente haben trotzdem ihre Berechtigung, zum Beispiel als Motivationsstütze. Viele Menschen fühlen sich mit einer "Krücke" wohler. Nikotinersatzpräparate können auch die Gewichtszunahme am Anfang in Grenzen halten. Sie machen das Aufhören in der ersten Phase leichter und stabilisieren den Erfolg. Mit mehr Festigkeit und Routine im Nichtrauchen kann man im zweiten Schritt auf Hilfsmittel verzichten.

Wann kann man sagen: "Ich bin Nichtraucher"?

Wenn Sie ein Jahr ohne Zigaretten durchgehalten haben, ist die Wahrscheinlichkeit, Nichtraucher zu bleiben, sehr groß.