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Was in der Zigarette steckt:Gefahr für Passivraucher

Beim Abbrennen einer Zigarette entstehen zwei Arten von Rauch. Der Raucher inhaliert den Hauptstromrauch, der beim Ziehen entsteht. Passivraucher atmen den Nebenstromrauch ein, der zwischen zwei Zügen von der Zigarette glimmt. Dieser ist nicht weniger gesundheitsschädlich. Manche Giftstoffe sind im Nebenstromrauch sogar konzentrierter. Er enthält z.B. doppelt so viel Kohlenmonoxid, mehr Benzol, Cadmium und Blei. Die Partikel sind kleiner und dringen extra tief in die Lungen vor.

"Leichte" Zigaretten?

Es gibt keine Zigaretten, die weniger gesundheitsschädlich sind als andere. Der Aufdruck "mild" oder "light" auf Zigarettenschachteln ist deshalb seit 2002 EU-weit verboten. Studien haben gezeigt, dass Glimmstängel mit weniger Nikotin nicht weniger Schaden anrichten. Denn mit leichten Zigaretten ist es ein bisschen so wie mit Diät-Produkten. Weil weniger drin ist, glaubt der Konsument, mehr davon zu sich nehmen zu dürfen. Bei leichten Zigaretten greift er öfter in die Schachtel, inhaliert tiefer und zieht häufiger. Das veränderte Rauchverhalten kompensiert den geringeren Nikotingehalt der Zigarette. Denn je tiefer man den Rauch in die Lunge zieht, desto feinere Bronchien erreicht der schädliche Qualm. Unterm Strich bringen leichte Zigaretten keinen Vorteil. Im Gegenteil: Sie können der Gesundheit sogar noch mehr schaden.

© Süddeutsche.de/aba/beu/bavo

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