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Waffengewalt in den USA:Metall, Blut und Schmerz

Das Bild zeigt ein Sturmgewehr, das der Attentäter James Holmes im Juli 2012 beim Amoklauf von Aurora, Colorado, in einem Kino verwendete. 12 Menschen kamen dabei ums Leben.

(Foto: AP)

In Amerika grassiert eine Epidemie - ausgelöst durch Millionen Schusswaffen in den Händen von Privatleuten. Die Forschung zeigt: Es gäbe Strategien gegen das Massensterben.

Es ist ein brennender Schmerz, grausam und unaushaltbar, so beschreiben es viele der Menschen, die überlebt haben - Metall überlebt haben, abgefeuert aus einer Pistole, Kaliber 9 mm, oder einem Sturmgewehr, das dann ihre Haut durchbohrt hat, Muskeln, Organe, Blutgefäße in Millisekunden zerrissen, als seien sie aus Papier. Danach, wenn die Patronenhülsen schließlich alle am Boden liegen und Stille einzieht, wird es warm, der Körper fühlt sich für einen Moment samtweich an. Und dann zieht und brennt es an jeder Stelle, Blut tropft. Es mag makaber klingen, die Verletzungen durch eine Schusswaffe detailliert zu beschreiben, andererseits sind sie die Folge, wenn Menschen aufeinander schießen, sich töten oder grausam entstellen. Es sind nicht nur die Toten, die es zu beklagen gilt, es sind auch die Überlebenden, deren Seele oder Rückenmark manchmal für immer von den Kugeln beschädigt bleiben.

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