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Ernährung:Auf zu viel verzichtet

Fleischlose Kost schützt vor Atherosklerose und Herzkreislaufleiden - aber nur, wenn man vegetarisch lebt. Veganern dagegen fehlen wichtige Stoffe zum Schutz der Gefäße.

Veganer haben ein erhöhtes Risiko für verstopfte Gefäße. Sie entwickeln offenbar schneller kleine Blutgerinnsel und Atherosklerose. In der Folge verhärten die Wände ihrer Adern schneller und damit sind sie anfälliger für Herzinfarkt und Schlaganfall.

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Fleischlose Kost gilt eigentlich als Schutz vor Atherosklerose und Herzkreislaufleiden. Das trifft für Vegetarier auch zu, aber offenbar nicht für Veganer.

(Foto: ddp)

Zu diesem Ergebnis kommt der chinesische Wissenschaftler Duo Li von der Zhejiang-Universität in einer Übersichtsarbeit, die an diesem Donnerstag im Fachmagazin Journal of Agricultural and Food Chemistry (online) erscheint.

Diese Daten sind überraschend, denn fleischlose Kost gilt als Schutz vor Atherosklerose und Herzkreislaufleiden. Für Vegetarier trifft dies auch zu, aber offenbar nicht für Veganer, die nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auf alle tierischen Erzeugnisse verzichten und daher auch keine Ei- und Milchprodukte und keinen Honig zu sich nehmen.

Wenn wichtige Substanzen wie Eisen, Zink, Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren, nicht von außen zugeführt werden, sind Veganer damit nicht ausreichend versorgt. Vitamin B12 ist natürlicherweise besonders in Meeresfrüchten, Milch und Eiern enthalten, Omega-3-Fettsäuren finden sich vor allem in Fischen und Ölen.

Wird der Mangel nicht ausgeglichen, steigt der Homocystein-Spiegel und die Konzentration des "guten" HDL-Cholesterins, das die Arterien schützt, nimmt ab. Beide Veränderungen erhöhen das Risiko für Gefäßerkrankungen. Während fleischarm oder fleischlos zu leben der Gesundheit meist förderlich ist, kann der totale Verzicht auf tierische Produkte gefährlich werden.