Neubrandenburg (dpa) - Die Backkette Lila Bäcker (Neubrandenburg) will künftig weitere autonome Läden ohne Personal aufstellen. „Damit soll das bestehende Filialnetz ergänzt werden“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Neubrandenburg. Dort war der erste autonome „Pickup-Store“ von Mitte Februar bis Juli getestet worden. „Das wird ein Weg der Zukunft sein“, sagte der Firmensprecher nach Auswertung der Testphase, die von der Branche bis nach Japan genau beobachtet worden sei.
In dem containerartigen Laden konnten Kunden rund um die Uhr Brote, Brötchen, Snacks, Kuchen und Getränke kaufen. „Sowohl die Kundenfrequenz wie der Umsatz erfüllten unsere Erwartungen“, sagte Viola Kaluza, Geschäftsführerin der Unser Heimatbäcker GmbH, die als Lila Bäcker firmiert. Überrascht sei man vor allem von der starken Nutzung nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Man habe aber auch Kinderkrankheiten von Bestückung und Verpackung bis zur Software beheben müssen.
Besonders nachgefragt wurden rund 20 Produkte, darunter vor allem Brot und Brötchen. Snacks holten sich nachts und morgens Partygänger. Nun soll sich eine weitere Testphase für diesen Verkaufscontainer anschließen, für den man einen anderen Standort sucht. Man müsse generell testen, für welchen Standort solche „Pickup-Stores“ in Frage kämen. Dieser war ein- bis dreimal pro Tag frisch bestückt worden. Grundsätzlich ergänzen solche autonomen Läden die Angebote unserer 230 Filialen und Cafés, sagte Kaluza.
Der „Pickup-Store“ besteht zur Hälfte aus Glas. An großen Bildschirmen wird bestellt, bezahlt werden kann per Geldkarte oder Handy. Der Lila Bäcker hat rund 1600 Mitarbeiter und Filialen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Produziert wird in Pasewalk und Neubrandenburg, Logistikzentren gibt es in Gägelow bei Wismar und Großbeeren bei Berlin.
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