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Universitätsmedizin:Unimedizin baut Struktur um - Vorstand in Aussicht

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Der neue Vorstandsvorsitzende nennt die Neuaufstellung der Mainzer Unimedizin einen „Marathon“. Erste Schritte sind bereits erfolgt, auch der Vorstand dürfte bald wieder komplett sein.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Mainz (dpa/lrs) - Rund dreieinhalb Monate nach seinem Amtsantritt hat der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Universitätsmedizin, Ralf Kiesslich, Schritte für die Neuaufstellung des defizitären Hauses vorgestellt. Unter anderem sollen mit einer besseren Erfassung und Abrechnung stationärer Leistungen die Erlöse gesteigert werden, wie die Unimedizin am Mittwoch mitteilte. Bei ambulanten Leistungen solle eine stärkere Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten Verbesserungen bringen. 

Kiesslich kündigte am Mittwoch gemeinsam mit dem Aufsichtsratschef und rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) außerdem an, dass die angekündigte interne Umstrukturierung vorangetrieben werde. So sollen verwandte medizinische Bereiche künftig unter dem Dach sogenannter Departments enger zusammenarbeiten - mit dem Ziel, etwa gemeinsame Bettenpläne zu entwickeln und OP- und Intensivkapazitäten effektiver zu nutzen. 

Der kürzlich angepasste Wirtschaftsplan der Universitätsmedizin geht für 2024 von einem Defizit von rund 107 Millionen Euro aus. Für 2023 erwartet die Unimedizin nach eigenen Angaben einen Verlust von 120 Millionen Euro, der Jahresabschluss liegt derzeit bei den Wirtschaftsprüfern. Kiesslich sagte: „Die Sanierung und Konsolidierung der Universitätsmedizin ist eine Mammutaufgabe, vergleichbar mit einem Marathon.“ Der Anfang sei gemacht. 

Vorangekommen ist auch die Suche nach einem neuen wissenschaftlichen Vorstand. Für den Posten hat der Aufsichtsrat die bisherige Leiterin der Abteilung für Nephrologie, Rheumatologie und Transplantationsmedizin der Unimedizin, Julia Weinmann-Menke, vorgeschlagen. Sie leitet auch eine Graduiertenschule, bei der forschende Mediziner mit Wissenschaftlern mehrerer Fachbereiche der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in klinischer Forschung ausgebildet werden.

Weinmann-Menke muss nun noch vom Fachbereichsrat gewählt werden. Das soll am 18. April erfolgen. Der langjährige wissenschaftliche Vorstand Ulrich Förstermann war Ende März ausgeschieden, ein ursprünglich vorgesehener Nachfolger aus Jena hatte im November abgesagt. 

© dpa-infocom, dpa:240410-99-626525/3

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